Horizonte Festival 2010 – der erste Tag

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Fotografieren auf einem Festival bedeutet normalerweise jede Menge Arbeit und Stress. Man läuft den ganzen Tag von Bühne zu Bühne um möglichst keine Band zu verpassen. Das Resultat: Am Ende des Tages hat man ein vielfaches der Fotos gemacht die auf einem normalen Solokonzert entstehen. Eigentlich auch logisch, mehr Bands bedeuten auch mehr Motive bedeuten auch mehr Fotos.
Dennoch war das Horizonte Festival vergleichsweise entspannt. Die Akkreditierung klappte noch auf den letzten Drücker, weil im Vorfeld irgendwas schief gegangen ist. Gut, dass die Veranstalter dort sehr locker drauf sind. Also ging es Freitag spontan doch noch nach Koblenz auf die Festung Ehrenbreitstein. Das Wetter spielte mit und ich war vor allem gespannt darauf die 17 Hippies noch einmal vor meine Linse zu bekommen. Doch schon nach der ersten Band des Tages (Hanggai aus China) stand fest, dass das Festival auch jenseits der Headliner spannend werden würde. Spannend war auch zu sehen, dass musikalisch gute Bands nicht immer auch fotografisch spannend sein müssen und optisch schöne Auftritte müssen nicht immer mit der besten Musik verbunden sein. Wenn beides zusammen kommt macht es natürlich am meisten Spaß, aber so lange ich mit der Kamera unterwegs bin geht für mich die Optik doch ganz klar vor.
Am Ende des ersten Festivaltages hatte ich jedenfalls schon mehr Bilder gemacht als vielleicht gut war. Wobei das nicht heißen soll, dass die Bilder an sich nicht gut geworden sind, ganz im Gegenteil. Man darf nur nicht die Zeit unterschätzen, die für die Sichtung und Nachbearbeitung der Bilder investiert werden muss. Dies ist nämlich der bei weitem aufwändigere Teil der Arbeit eines Konzertfotografen.
Da es bei so viel Arbeit natürlich auch schade wäre hier nur einen extrem kleinen Teil der Fotos zu zeigen habe ich mich entschlossen, ähnlich wie auch schon beim Jazz & Joy Festival mehrere Artikel zu veröffentlichen. Neben einem Artikel zu den beiden Festivaltagen im Überblick werde ich in den nächsten beiden Wochen je ein Special zu den vier aus fotografischer Sicht spannendsten Auftritten veröffentlichen. Die Artikel erscheinen ca. im Abstand von zwei Tagen. Aber erst mal viel Spaß mit den Bildern vom ersten Tag des Horizonte Festivals 2010.

Über den Autor

Wolfgang Heisel fotografiert seit mehr als fünf Jahren Bands, Konzerte und andere Live-Veranstaltungen. Seine Wahlheimat ist Köln, wo vor allem bei akustischer und rockiger Musik unterwegs ist.

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