Ein Interview für 3Sat

Die Sache mit den Fotoverträgen kocht weiter. Während ich am Wochenende in Holland war und dort Sonne und Strand genossen habe, lief in der Sendung Kulturzeit auf 3Sat ein Beitrag mit dem Titel “Film- und Fotoverbot”.

Der Link führt direkt zum Beitrag in der 3Sat-Mediathek. Schaut mal rein. Der Beitrag ist in jedem Falle interessant.

Wie der Titel vermuten lässt ging es abermals um Fotoverbote auf Konzerten und unmögliche Verträge die Fotografen dazu zwingen alle Rechte an den gemachten Bildern abzutreten.

Unter anderem bin auch ich in dem Beitrag vertreten. Eine spannende Sache.
Nicht wegen der zwei Sätze die Eingang in den Beitrag gefunden haben, sondern weil es spannend ist zu sehen wie solch ein Beitrag entsteht.

Vor allem ging alles ziemlich schnell. Am Donnerstag Mittag habe ich ein erstes Telefonat mit einer Dame aus der Redaktion “Kulturzeit” geführt. Ergebnis dieses ca. 5 minütigen Gesprächs, eine Verabredung zu einem Interview noch am gleichen Tag.
Gegen fünf Uhr, also nur wenige Stunden später stand ich vor der Kamera und wurde von einer weiteren Dame, die übrigens nicht redaktionell am Beitrag beteiligt war über den Coldplay-Vertrag befragt.

Das war’s. Ich bin nach Holland gefahren und hatte keine Ahnung, was die Damen und Herren von 3Sat aus meinen Aussagen machen. Gesehen habe ich den Beitrag erst am Sonntag, zwei Tage nach Ausstrahlung in der Mediathek.

Gott sei Dank konnte man den öffentlich-rechtlichen Medien vertrauen und es wurde nichts aus dem Zusammenhang gerissen oder in einen völlig falschen Kontext gesetzt. Aber ich muss zugeben etwas mulmig war mir schon bei dem Gedanken, was man da alles draus hätte machen können.

Interessant ist auf jeden Fall auch den Beitrag zu sehen, wenn man weiß, was in dem Interview noch alles gefragt und gesagt wurde.Die zwei Sätze mit denen ich im Fernsehen gelandet bin sind doch nur ein sehr kleiner Ausschnitt eines deutlich ausführlicheren Gesprächs. Und natürlich hätte ich mir gewünscht, dass da insgesamt noch viel ausführlicher auf die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas eingegangen wird. Aber wahrscheinlich kann man mit einem Beitrag von 3:18 min schon sehr zufrieden sein.

Überhaupt muss ich sagen: Das ganze Thema “Bürokratie bei der Konzertfotografie” ist ganz schön komplex. Es gibt einfach zu viele Akteure, zuviele Interessen und noch mehr Dinge über die man sich streiten kann.

Ich bin gespannt ob und wie die Diskussion weitergeht.

Über den Autor

Wolfgang Heisel fotografiert seit mehr als fünf Jahren Bands, Konzerte und andere Live-Veranstaltungen. Seine Wahlheimat ist Köln, wo vor allem bei akustischer und rockiger Musik unterwegs ist.

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