Bei den Anderen

„Zwangsverträge für Konzertfotografen“ in ZAPP das Medienmagazin

Nach 1Live und 3Sat hat sich in dieser Woche auch der NDR mit der Sendung ZAPP dem Thema „Zwangsverträge für Konzertfotografen“ angenommen. Ausschlaggebend war wiedermal Coldplay, die zum Abschluss ihres Deutschland-Gastspiels in Hannover auftraten.

Ich finde den Beitrag sehr gelungen. Nicht nur, weil er, verglichen mit anderen Beiträgen dieser Art, sehr lang ist, sondern auch, weil er das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Im Vergleich dazu wirkten manche der Beiträge die bisher gelaufen sind eher aus der Hüfte geschossen.

Positiv aufgefallen ist mir auch, dass sich die Redaktion von ZAPP zumindest bemüht hat auch die Seite der Konzertveranstalter zu Wort kommen zu lassen. Schade, dass dies – wie im Beitrag erwähnt – aus terminlichen Gründen nicht geklappt hat.

Das mit Abstand Beste am Beitrag des NDR ist aber, dass zusätzlich zum gesendeten Beitrag auch die Interviews in voller Länge online sind. Diese Videos sind leider nicht bei youtube zu finden, aber über die Website des NDR Abrufbar.

Hier lohnt es sich auf jeden Fall reinzuschauen, denn die befragten Experten haben weit mehr zu sagen als in den sechsminütigen Sendebeitrag passte. Insgesamt liefert der NDR hier gute 50min Interviewmaterial in dem sich so manch interessante Aussage versteckt. Auf ein paar Punkte möchte ich hier eingehen. weiterlesen

Einfach mal Danke sagen

In Blogs wird viel geschimpft, was oft unterhaltsam und manchmal auch gut ist. Aber viel seltener werden positive Worte fallen gelassen. Zumindest ist das mein Eindruck und ich selbst kann mich davon auch nicht ganz frei sprechen.

Umso mehr Gründe also, dass ich mich an der Blogparade beteilige, die Michael „Omori“ Kirchner in seinem Blog Fotografr gestartet hat. Es geht darum einfach mal Danke zu sagen. Danke an all diejenigen, die einem selbst gutes getan haben und z.B. in der eigenen Entwicklung als Fotograf weitergeholfen haben.

Natürlich kann so eine Liste nie vollständig sein und sicher gibt es Menschen denen ich viel lieber ganz persönlich danken möchte als es hier im Blog zu tun. Aber zwei dicke Danke möchte ich heute hier verteilen.

  • Danke an Peter Wafzig, weil er sich als erfahrener Kollege nie zu schade ist auch Fragen von Anfängern zu beantworten. Schade eigentlich, dass es seine Seite www.konzertfoto-faq.de nicht mehr gibt. Gerade in meiner Anfangszeit war sie eine wichtige Quelle für mich.
  • Und Danke an das Konzertbüro Schöneberg, einem der Veranstalter die viele Konzerte hier in Köln organisieren. Euch danke ich dafür, dass meine Akkreditierungen immer reibungslos geklappt haben und vor allem dafür, dass ihr auch jüngeren Fotografen ohne große Tagespresse im Hintergrund die Chance gebt auf euren Konzerten zu fotografieren.
  • Und zu guter Letzt danke ich allen Bands für die Fotografen und die Presse nicht nur notwendiges Übel sind. Die sich über gute Fotos freuen und unsere Arbeit zu schätzen wissen.

Ich hoffe natürlich, dass die Aktion auf fotografr. de zu vielen Beiträgen animiert. Bis zum 30.09. kann man noch mitmachen, einfach einen eigenen Blogpost erstellen und einen Trackback an den Artikel auf fotografr.de senden.

Ein Interview für 3Sat

Die Sache mit den Fotoverträgen kocht weiter. Während ich am Wochenende in Holland war und dort Sonne und Strand genossen habe, lief in der Sendung Kulturzeit auf 3Sat ein Beitrag mit dem Titel „Film- und Fotoverbot“.

Der Link führt direkt zum Beitrag in der 3Sat-Mediathek. Schaut mal rein. Der Beitrag ist in jedem Falle interessant.

Wie der Titel vermuten lässt ging es abermals um Fotoverbote auf Konzerten und unmögliche Verträge die Fotografen dazu zwingen alle Rechte an den gemachten Bildern abzutreten.

Unter anderem bin auch ich in dem Beitrag vertreten. Eine spannende Sache.
Nicht wegen der zwei Sätze die Eingang in den Beitrag gefunden haben, sondern weil es spannend ist zu sehen wie solch ein Beitrag entsteht.

Vor allem ging alles ziemlich schnell. Am Donnerstag Mittag habe ich ein erstes Telefonat mit einer Dame aus der Redaktion „Kulturzeit“ geführt. Ergebnis dieses ca. 5 minütigen Gesprächs, eine Verabredung zu einem Interview noch am gleichen Tag.
Gegen fünf Uhr, also nur wenige Stunden später stand ich vor der Kamera und wurde von einer weiteren Dame, die übrigens nicht redaktionell am Beitrag beteiligt war über den Coldplay-Vertrag befragt.

Das war’s. Ich bin nach Holland gefahren und hatte keine Ahnung, was die Damen und Herren von 3Sat aus meinen Aussagen machen. Gesehen habe ich den Beitrag erst am Sonntag, zwei Tage nach Ausstrahlung in der Mediathek.

Gott sei Dank konnte man den öffentlich-rechtlichen Medien vertrauen und es wurde nichts aus dem Zusammenhang gerissen oder in einen völlig falschen Kontext gesetzt. Aber ich muss zugeben etwas mulmig war mir schon bei dem Gedanken, was man da alles draus hätte machen können.

Interessant ist auf jeden Fall auch den Beitrag zu sehen, wenn man weiß, was in dem Interview noch alles gefragt und gesagt wurde.Die zwei Sätze mit denen ich im Fernsehen gelandet bin sind doch nur ein sehr kleiner Ausschnitt eines deutlich ausführlicheren Gesprächs. Und natürlich hätte ich mir gewünscht, dass da insgesamt noch viel ausführlicher auf die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas eingegangen wird. Aber wahrscheinlich kann man mit einem Beitrag von 3:18 min schon sehr zufrieden sein.

Überhaupt muss ich sagen: Das ganze Thema „Bürokratie bei der Konzertfotografie“ ist ganz schön komplex. Es gibt einfach zu viele Akteure, zuviele Interessen und noch mehr Dinge über die man sich streiten kann.

Ich bin gespannt ob und wie die Diskussion weitergeht.

So und nicht anders – Wie man auf Bilderklau antworten sollte

Kollege Peter Wafzig  kämpft gerade mit der unerlaubten Veröffentlichung seiner Bilder. Okay, für die meisten Fotografen ist das Alltag und mir ist das leider auch schon geschehen. Besonders dreist finde ich den Fall aber, weil hier (mal wieder) die Band selbst, oder deren Management sich bei den Bildern bedient hat.

Ja genau. Exakt die Musikindustrie, die reihenweise Privatpersonen abmahnt und nicht selten von Jugendlichen mehrere hundert Euro für den illegalen Download eines Liedes fordert.

Angesichts dieser Bigotterie ist es eigentlich erstaunlich, dass Peters erste Ansprache noch sehr neutral formuliert daher kommt und er nicht gleich seinen Anwalt vorschickt. So richtig zu Posse wird das Ganze aber mit der Antwort die Peter erhalten hat. Aber das lest ihr am besten selbst, denn Peter hat den Dialog (natürlich annonymisiert) veröffentlicht. Hier findet ihr ihn als PDF

Wie ich finde ein Lehrstück für das Selbstverständnis einer von Urheberrechtsmisbrauch gebeutelten Branche.

Happy Shooting Special – Konzertfotografie

Seit gestern kann man mich tatsächlich hören. Das angekündigte Happy Shooting Special – Konzertfotografie ist online.

Puh, ich muss zugeben, ich war doch recht nervös als am Dienstag Abend mein Skype klingelte und Chris mich in die Sendung holte. Schließlich wurde die Sendung nicht nur aufgezeichnet sondern war gleichzeitig live im Netz zu hören.
Das Interview selbst verlief sehr locker. Hatte ich von Happy Shooting auch nicht anders erwartet. Eigentlich will ich auch gar nicht so recht Interview dazu sagen. Es ist viel mehr so, dass ich einen netten Plausch mit zwei Kollegen führte. Am Ende waren es, glaube ich, gute eineinhalb Stunden, die wir aufgenommen haben. Die ganze Sendung kommt damit auf etwas mehr als 120 Minuten. Ganz schön lang.

Aber ich glaube es hat sich gelohnt soviel Zeit zu investieren. weiterlesen

Ich bei Happy Shooting

Kennt ihr Happy Shooting – der Foto-Podcast? Nein. Dann lasst euch heute diese nicht ganz uneigennützige Empfehlung angedeihen.

Happy Shooting ist ein Podcast in dem Boris und Chris (in der Regel einmal die Woche) über allerlei Aspekte der Fotografie plaudern, Fragen der Hörer beantworten und wirklich gute Tipps geben. Das Ganze ist dabei so schön locker und unterhaltsam, dass ich mich schon häufiger dabei erwischt habe beim Hören die Zeit zu vergessen. Mit deutlich über einer Stunde sind die Folgen auch nichts für Zwischendurch.

Aber nun zum eigentlichen Grund dieser Empfehlung: Heute treffen zwei erwähnenswerte Ereignisse zusammen. Happy Shooting feiert die 250. Folge. Dafür an dieser Stelle noch einmal meinen Respekt. Wenn mich meine mathematischen Fähigkeiten nicht verlassen haben heißt das, Boris und Chris machen den Podcast jetzt schon seit gut 5 Jahren, wahrscheinlich sogar etwas länger.

Die zweite Sache ist eine kleine Beteiligung, die ich an der aktuellen Folge von Happy Shooting habe.
Ja, ihr könnt mich tatsächlich in Folge 250 hören. weiterlesen