In eigener Sache

2013. Was bringt’s? – Konzertfotografie für Einsteiger?

Hach, wie ich diese Kreativpausen genieße. Vor etwas mehr als vier Wochen habe ich das letzte Konzert fotografiert. Und wisst ihr was: Es juckt schon wieder mächtig in den Fingern. Ich will wieder los. Am besten sofort!

Es wird aber noch eine gute Woche dauern bis ich wieder im Graben stehe. Genug Zeit also sich ein wenig mit dem kommenden Jahr zu beschäftigen. Was wird es bringen? Einige fette Konzerthighlights sind ja schon angekündigt, wobei so ziemlich für jeden Musikgeschmack was dabei ist, von Justin Bieber über Rihanna bis Depeche Mode.
Mal sehen wohin es mich verschlägt. Versprechen kann man da nix und nach wie vor stehe ich dazu, dass für mich als Fotografen die großen Stars oft gar nicht so interessant sind.

Natürlich ist mein Ziel für 2013 bessere Fotos zu machen. So wirklich zufrieden bin ich mit meinen Bildern nie, und das ist gut so. Denn nur so bin ich weiter getrieben auf der Jagd nach dem perfekten Foto, dem perfekten Moment den ich mit meiner Kamera eingefangen habe. Mal sehen ob er 2013 dabei sein wird.

Aber auch abseits der Konzerthallen habe ich mir dieses Jahr ein paar Ziele gesetzt. Allem voran möchte ich hier im Blog mehr Hintergrundwissen vermitteln. Es soll mehr Artikel geben, die die kleinen Dinge hinter den Kulissen meiner Arbeit beleuchten. Das ist zwar zu 99,9% kein Hexenwerk, aber vielleicht doch für den ein oder anderen interessant.
Bislang haben mich übrigens zwei Dinge davon abgehalten mehr darüber zu bloggen, wie das mit der Konzertfotografie funktioniert. Erstens bin ich nach wie vor nicht der Meinung, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte. Es gibt so viele Kollegen da draußen, die den Job schon länger machen als ich. Aber genau an der Stelle freue ich mich selbst immer wieder, wenn einer der Kollegen sich in die Karten schauen lässt. Also warum nicht selbst mit gutem Beispiel voran gehen? Der zweite Grund ist, dass es gar nicht so einfach ist eine sinnvolle Struktur in so eine Sache zu bringen. Irgendwie schwirrte da mal das Stichwort „Konzertfotografie für Einsteiger“ in meinem Kopf herum. Aber schon direkt hinter diesem Titel wurde es schwammig. Was muss man als Einsteiger in die Konzertfotografie eigentlich alles wissen? Gute Frage.

Nun, um wieder auf die Vorsätze und Ziele für 2013 zurück zu kommen: Ob’s jemals was Strukturiertes von mir geben wird weiß ich nicht. Aber ich kann ja damit starten etwas mehr aus meinem Alltag jenseits der Konzerthallen zu berichten. Und dann schauen wir mal wo das so hinführt.

Und natürlich lade ich jeden der hier mitliest herzlich ein mit Kommentare zu schicken. Schickt mir gerne eure Fragen. Was interessiert euch am meisten? Welchen Tipp kann ich euch geben?

2012 – Ein Jahr in Konzertfotos

Alle Jahre wieder! Ich mache Kreativpause. D.h. mal keine Konzerte fotografieren, dafür ein paar andere Projekte verfolgen und das Jahr Revue passieren lassen. Es war ein bewegtes Jahr, soviel kann ich vorweg nehmen. Viel hat sich getan und ich blicke nicht ohne ein bisschen Stolz zurück. Man verzeihe mir also Lobhudelei und erfreue sich an dem ein oder anderen, tieferen Einblick in das Seelenleben eines Konzertfotografen:

Januar

Das Jahr beginnt ruhig. Fast schon zu ruhig, denn im Januar bin ich tatsächlich auf keinem einzigen Konzert. Dafür beschäftige ich mich mit ein paar technischen Hintergründen und versuche endlich wieder regelmäßig anderes als Fotos zu publizieren. Ein Vorsatz mit dem ich übers Jahr gesehen leider scheiter. Aber es gibt ja eine neue Chance im neuen Jahr.

Februar

Endlich wieder Konzerte, endlich wieder im Graben. Ich bin kurz hintereinander bei Dropkick Murphys und den Guano Apes. Beide Konzerte finden in Düsseldorf statt, was mich dazu führt, dass ich hier in Köln mit den kurzen Wegen ganz schön verwöhnt bin. Es kommt selten vor, dass ich die Stadt verlasse und auch innhalb Köln bin ich meistens mit dem Rad unterwegs. weiterlesen

Einfach mal Danke sagen

In Blogs wird viel geschimpft, was oft unterhaltsam und manchmal auch gut ist. Aber viel seltener werden positive Worte fallen gelassen. Zumindest ist das mein Eindruck und ich selbst kann mich davon auch nicht ganz frei sprechen.

Umso mehr Gründe also, dass ich mich an der Blogparade beteilige, die Michael „Omori“ Kirchner in seinem Blog Fotografr gestartet hat. Es geht darum einfach mal Danke zu sagen. Danke an all diejenigen, die einem selbst gutes getan haben und z.B. in der eigenen Entwicklung als Fotograf weitergeholfen haben.

Natürlich kann so eine Liste nie vollständig sein und sicher gibt es Menschen denen ich viel lieber ganz persönlich danken möchte als es hier im Blog zu tun. Aber zwei dicke Danke möchte ich heute hier verteilen.

  • Danke an Peter Wafzig, weil er sich als erfahrener Kollege nie zu schade ist auch Fragen von Anfängern zu beantworten. Schade eigentlich, dass es seine Seite www.konzertfoto-faq.de nicht mehr gibt. Gerade in meiner Anfangszeit war sie eine wichtige Quelle für mich.
  • Und Danke an das Konzertbüro Schöneberg, einem der Veranstalter die viele Konzerte hier in Köln organisieren. Euch danke ich dafür, dass meine Akkreditierungen immer reibungslos geklappt haben und vor allem dafür, dass ihr auch jüngeren Fotografen ohne große Tagespresse im Hintergrund die Chance gebt auf euren Konzerten zu fotografieren.
  • Und zu guter Letzt danke ich allen Bands für die Fotografen und die Presse nicht nur notwendiges Übel sind. Die sich über gute Fotos freuen und unsere Arbeit zu schätzen wissen.

Ich hoffe natürlich, dass die Aktion auf fotografr. de zu vielen Beiträgen animiert. Bis zum 30.09. kann man noch mitmachen, einfach einen eigenen Blogpost erstellen und einen Trackback an den Artikel auf fotografr.de senden.

Ein offener Brief an 1Live

Lady Gaga hat keine Fotografen bei ihrem Konzert zugelassen. Bei Coldplay gab es einen Vertrag mit Klauseln, die uns Fotografen in ihren Rechten beschränkten. Grund genug sich zu ärgern. Dennoch finde ich die Diskussion oft einseitig. Hier meine Antwort auf den Beitrag von 1Live der Gestern die Runde machte:

Liebe 1Live-Redaktion,

ich bin einer der Fotografen, die am Dienstag Abend auf dem Konzert von Coldplay fotografiert haben. Ich bin einer der Fotografen, die den von Coldplay vorgelegten Vertrag unterschrieben haben. Unter anderem, weil ich es mir als unterstes Glied in der Nahrungskette einen Boykott nicht leisten kann.

Umso dankbarer bin ich, dass ihr mit eurem Aufmacher heute Morgen scheinbar für mich (und alle anderen Journalisten) Partei ergreift.

Es freut mich, dass ihr ausführlich darauf eingeht, mit welchen Verträgen und Bedingungen heutzutage die Berichterstattung belegt wird. Ihr macht damit einem breiten Publikum deutlich wie stark Künstler und deren Management versuchen ihr Bild in der Öffentlichkeit zu beeinflussen. Zurecht sprecht ihr von einem „nicht hinnehmbaren Eingriff in die Berichterstattung“ und nehmt sogar Ausdrücke wie „Zensur“ in den Mund.

Trotzdem bleiben für mich zwei Fragen, die ich euch gerne stellen möchte.
Wem nutzt euer Aufreger, solltet ihr selbst keine Taten folgen lassen? Und sitzt ihr nicht mit denen, die ihr da anprangert in einem Boot? weiterlesen

2011 – Ein Jahr in Konzertfotos

Braten und Plätzchen im Bauch und ein Berg Fotos, durch den ich mich wühle. So muss das Jahresende sein. Ich muss zugeben, dieses Jahr hatte ich besondere Freude daran zurück zu blicken und meine Fotos zu durchstöbern. Ich bin selbst überrascht, welche Entwicklung meine Fotos gemacht haben. Mir kommt es jedenfalls so vor als seien immer mehr gute und immer bessere Fotos aus meiner Kamera gekommen. Aber, auch wenn ich es mir manchmal selbstverliebt einbilde, das Ende der Fahnenstange ist sicherlich noch nicht erreicht. Das beste Foto ist immer eins das noch kommt, oder wie heißt es so schön.

Im Folgenden ein kleiner Galoppritt durch das Jahr 2011, nicht zuletzt inspiriert vom Stilpirat, dessen Jahresrückblick auf die Idee gebracht hat ebenfalls einen Blick in jeden Kalendermonat zu werfen und mir Gedanken darüber zu machen was sich damals so entwickelt hat. weiterlesen

Ich brauche euch…

Liebe Leser,

ich brauche eure Unterstützung!

Klar, das liest man allenthalben und es ist sicher auch wahr, dass man als Blogger immer Gefahr läuft zu selbstreferenziell zu schreiben. Bitte kommentiert, klickt „Gefällt mir“ hier oder „+1“ dort. Euch interessiert (hoffentlich) vor allem hier im Blog gute Fotos zu sehen und ab und an mal etwas über deren Entstehung zu lesen und weniger mich in irgendwelchen Rankings zu pushen.

Trotzdem möchte ich euch heute um genau das bitten. weiterlesen