Konzertfotos

Fotos von Scissor Sisters in Köln

Was braucht es eigentlich mehr für eine richtig gute Show als ein wirklich extrovertiertes Paar auf der Bühne. Okay, Jake Shears und Ana Matronic von den Scissor Sisters sind sicher kein Paar, aber ein herrliches Duo auf der Bühne. Glam-Rock bzw. Pop vom Feinsten!

Das Gloria war dazu eine wie geschaffene Location. Ich mag den Charme des ehemaligen Kinos.
Auf der Bühne gab’s dazu die passenden Kontraste. Blau/lila Hintergrund und dafür Ana Matronic im gelben Kleid mit übergroßen Silberpailletten und Jake Shears im bunten Papageienanzug. Ein Segen, dass das Licht vor allem neutral weiß war. Alles andere hätte wohl auch einen fiesen Farbmischmasch ergeben.

An der Objektivfront war diesemal übrigens das Tokina 11-16mm ganz vorne dabei. Im Gloria gibt es meistens keinen Graben und so stand ich im Publikum direkt an der Bühne. Damit betrug der Abstand zu den Sängern oft nur ein paar Zentimeter.
Um in solchen Situation überhaupt mehr als einen Kopf auf’s Bild zu kriegen braucht man einfach die kürzeste Brennweite die die Fototasche hergibt. weiterlesen

Fotos von Madsen im E-Werk

Selten habe ich eine Band fotografiert der ich so ambivalent gegenüberstand wie Madsen. Meiner Meinung nach war das Ganze weder Fisch noch Fleisch und das auf der ganzen Linie. Nicht richtig Rock, nicht richtig Pop. In jedem Fall nicht meine Band. Aber das muss ja auch nicht sein, schließlich spielt es absolut gar keine Rolle ob ich die Band mag, wenn es darum geht sie zu fotografieren.

Nur wars bei Madsen was die Fotos angeht auch nicht nur so lala. Die Bühnentechniker haben sich vor Beginn der Show alle Mühe gegeben für ordentlich Nebel zu sorgen. Dies, gepaart mit einem sehr dunklen Lichtsetup mit harten, weißen Scheinwerfern, ergab nicht gerade meine Traumkulisse für gute Fotos. weiterlesen

Fotos von Nickelback in der Lanxess Arena

Es gibt einen guten Grund Konzerte in riesigen Hallen richtig mies zu finden: Steht man in der Masse von 20.000 Zuschauern irgendwo zwischen den Platzen 15.000 und 19.999, dann kann man Konzert genau so gut in der Aufzeichnung auf dem Smartphone verfolgen. Deutlich größer als gefühlte vier Zoll wirkt die Bühne aus dieser Entfernung jedenfalls nicht.

Wie schön also, dass wir Konzertfotografen immer ganz nah dran sind. Naja, fast immer. Bei Nickelback durfte ich in Deutschlands größter Mehrzweckhalle von einem Podest hinter dem Mischpult aus fotografieren. Für alle, die sich fragen wo denn bei einem Konzert das Mischpult steht: dreht euch das nächste Mal einfach um. Genau, das Mischpult steht hinter den meisten Zuschauern. Es soll ja auch niemandem im Bild sein. weiterlesen

Fotos von Coldplay im Rheinenergie-Stadion Köln

Coldplay @ by Wolfgang Heisel 2012

Nachdem es in den letzten beiden Wochen hier und anderswo fast ausschließlich um die rechtliche Seite des Colplay-Konzerts ging will ich jetzt endlich die Gelegenheit nutzen und die Fotos dazu zeigen. Schließlich muss das bis spätestens drei Monate nach dem Konzert geschehen sein, sonst kommt der Anwalt von Coldplay und schimpft mit mir.

Das Konzert von Coldplay war Adrenalin pur. Ein fettes Stadion, mit 45.000 Zuschauern ausverkauft, eine Bühne mit drei langen Stegen die in Publikum führen und im Graben überall Konfettikanonen und Kameraleute. Spannend war vor allem die Frage von welcher Position aus die besten Bilder zu machen wären. Klar war, dass Chris Martin irgendwann den mittleren Steg runter gelaufen kommt und dann auch die Konfettikanonen zum Einsatz kommen würden. weiterlesen

Ein offener Brief an 1Live

Lady Gaga hat keine Fotografen bei ihrem Konzert zugelassen. Bei Coldplay gab es einen Vertrag mit Klauseln, die uns Fotografen in ihren Rechten beschränkten. Grund genug sich zu ärgern. Dennoch finde ich die Diskussion oft einseitig. Hier meine Antwort auf den Beitrag von 1Live der Gestern die Runde machte:

Liebe 1Live-Redaktion,

ich bin einer der Fotografen, die am Dienstag Abend auf dem Konzert von Coldplay fotografiert haben. Ich bin einer der Fotografen, die den von Coldplay vorgelegten Vertrag unterschrieben haben. Unter anderem, weil ich es mir als unterstes Glied in der Nahrungskette einen Boykott nicht leisten kann.

Umso dankbarer bin ich, dass ihr mit eurem Aufmacher heute Morgen scheinbar für mich (und alle anderen Journalisten) Partei ergreift.

Es freut mich, dass ihr ausführlich darauf eingeht, mit welchen Verträgen und Bedingungen heutzutage die Berichterstattung belegt wird. Ihr macht damit einem breiten Publikum deutlich wie stark Künstler und deren Management versuchen ihr Bild in der Öffentlichkeit zu beeinflussen. Zurecht sprecht ihr von einem „nicht hinnehmbaren Eingriff in die Berichterstattung“ und nehmt sogar Ausdrücke wie „Zensur“ in den Mund.

Trotzdem bleiben für mich zwei Fragen, die ich euch gerne stellen möchte.
Wem nutzt euer Aufreger, solltet ihr selbst keine Taten folgen lassen? Und sitzt ihr nicht mit denen, die ihr da anprangert in einem Boot? weiterlesen

Best of Haldern Pop Festival 2012

Dieses Jahr wird es nur ein größeres Open Air Festival für mich geben. Das war schon recht bald nach Beginn der Saison klar. Die Gründe dafür: Vielfältig. Für Rock am Ring (immer noch auf meiner Wunschliste ganz oben) habe ich keine Akkreditierung bekommen. Dann haben ein paar Termine einfach nicht gepasst und zu guter Letzt: Festivals sind einfach ein enormer Aufwand den man erstmal wieder einspielen muss. Im Gegensatz zu den üblichen Hallenkonzerten in Köln kann ich zu den meisten Festivals nämlich nicht mit den Rad oder der S-Bahn fahren. Ich konzentriere mich gerade mehr den je auf die Vermarktung meiner kölner Termine, damit bin ich ganz gut ausgelastet. weiterlesen