Nähkästchen

Ich will wieder in Kneipen fotografieren

Vor geraumer Zeit fragte ich einmal meinen geschätzten Kollegen Peter, welches seiner Meinung nach die coolste Location in Köln sei. Er antwortete: Das E-Werk. Und irgendwie hatte er damit recht. Das E-Werk ist eine geile Location. Die Größe stimmt (ca. 2000 Leute oder so) und was noch viel wichtiger ist, die Proportionen des Raums sind angenehm. Kein Schlauch in dem man gefühlt zehn Kilometer von der Bühne entfernt steht und wenn man seine Ruhe haben will gibt es ja auch noch die Galerie. Ach so, aus Sicht des Fotografen…
Gutes Licht, großer Graben, angenehme Bühnenhöhe und meistens auch eine fette Show, weil es ja doch eher die großen Namen sind, die im E-Werk auftreten. Was will man mehr?

Ehrlich gesagt: Ich war in den letzten sechs Wochen sieben Mal im E-Werk und ich hab grade gar keinen Bock mehr auf Konzerte dort. Dabei geht’s gar nicht speziell um’s E-Werk genauso wenig Lust habe ich auf die anderen Hochglanzlocations. Am liebsten würde ich grade eine kleine unbekannte Band in einer verrauchten Kneipe direkt links vom Tresen fotografieren. weiterlesen

Für manche Fotos braucht man einfach Eier…

Wenn es einfach wäre Konzertfotos zu machen, dann könnte es jeder.
Das sagt sich einfach. Aber was gehört eigentlich dazu richtig gute Konzertfotos zu machen? Diese Frage ist schon schwieriger zu beantworten. Ehrlich gesagt, ich beschäftige mich jetzt schon ein paar Jahre damit und eine abschließende Antwort habe ich immer noch nicht gefunden. Aber ab und zu komme ich der Antwort einen Schritt näher.

Hättet ihr mich nach dem Shantel-Konzert in Düsseldorf gefragt hätte ich sicher gesagt:
Für manche Fotos braucht man einfach Eier… weiterlesen

Ausrüstung: Tokina 11-16mm F/2.8 – die Dramalinse

Seit einigen Wochen bin ich wieder stolzer Besitzer eines Superweitwinkelobjektivs. Kurz vor der C/O Pop habe ich mich entschlossen ein wenig Geld zu investieren und habe mir eine schöne Linse mit Brennweite 11-16mm zugelegt.

Genau gesagt: das Tokina AT-X 116 PRO DX AF 11-16mm F/2.8*

Hier nun ein paar Eindrücke und Erfahrungen, die ich in den vergangenen Wochen mit dieser Linse sammeln konnte. weiterlesen

Festivalfotografie – mehr als X Konzerte an einem Tag

Die Festival-Saison 2011 läuft auf Hochtouren. Die ersten großen Festivals sind schon vorbei und im Kasten, einige kommen noch. Ein guter Zeitpunkt also sich ein wenig Gedanken darüber zu machen, was ein Festival für Fotografen besonders macht.

Klar, zunächst wäre da der Fakt, dass man selten so viele Band in so kurzer Zeit und auf so engem Raum fotografieren kann wie auf einem Festival. Außerdem finden Festivals fast ausschließlich Open Air statt und ein paar davon gehören zu den unbestreitbar größten Konzertveranstaltungen die die Republik so zu bieten hat.

Mehr als genug Gründe also, warum das Fotografieren auf einem Festival viel mehr ist als X Konzerte an einem Tag abzulichten.

Ein paar wichtige Dinge zur Festivalfotografie möchte ich hier festhalten. weiterlesen

Promofotos von Schlagsaite

Ich mag es, eine Band einen ganzen Konzerttag zu begleiten und nicht nur für drei Songs aufzuschlagen, anonym aus dem Graben heraus 3 Songs zu fotografieren und wieder zu verschwinden. Für eine Band direkt zu arbeiten ist nicht nur persönlicher, oft tun sich auch Gelegenheiten auf ein paar Fotos abseits der Bühne zu machen.

Beim Auftritt der Schlagsaite mit Lüül ergab sich solch eine Gelegenheit. Während Lüül drinnen den Sound checkte habe ich mit Schlagsaite im Hof der Lutherkirche ein paar Gruppenfotos geschossen. weiterlesen

Moo – Visitenkarten für Fotografen

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Ja, ich habe Visitenkarten. Es mag Leute geben, die sowas heute für veraltet halten, weil ja alles über Handynummern, Email, Facebook oder Twitter läuft. Mag sein, aber irgendwie mag ich die Vorstellung jemandem eine kleine Karte mit meinen Kontaktdaten drauf in die Hand zu drücken und damit dafür zu sorgen, dass er sich auch morgen noch an meine Daten erinnert. Und es gibt sie ja auch noch, die anderen Leute, die sagen, dass man unbedingt Visitenkarten dabei haben muss, wenn man potentiellen Kunden begegnet.

Bleibt also nur die Frage wie meine Visitenkarten aussehen sollten? Indiviuell und hochwertig. Das ist klar, denn sie sollen ja in Erinnerung bleiben. Joa, und dann begegnete mir aus irgendeinem Grund moo.com

moo.com bietet die Möglichkeit Visitenkarten zu erstellen, die alle unterschiedlich bedruckt sind. Das heißt z.B. 50 Karten mit 50 unterschiedlichen Designs auf der Vorderseite. Die andere Seite zeigt, wie bei allen Visitenkarten einheitlich die Kontaktdaten.

Mir war eigentlich sofort klar: Wenn schon Visitenkarten, dann diese. Also hab ich bestellt. 50 Stück sollten es erstmal tun. Der gesamte Upload- und Bestellvorgang auf moo.com funktionierte sehr angenehm. Einziges kleines Manko sind die langen Lieferzeiten, denn die Karten werden in Großbritannien gedruckt und von dort versandt.

Geliefert werden die Karten in einer hübschen Box, die nicht nur zur Aufbewahrung der eigenen, sondern auch zum Sammeln fremder Visitankarten dienen kann. Zwei passende Registerkärtchen liegen bei. Außerdem sehr erfreulich: Ein Etikett für einen eventuellen Rückversand liegt bei. Sollte also etwas nicht in Ordnung sein muss man das Porto nicht auslegen.

Was die Druckqualität angeht bin ich mit meinen Karten absolut zufrieden. Die Fotos auf meinen Karten sehen klasse aus, selbst die sehr dunklen, die nicht einfach zu drucken sind. Das Papier aus dem die Karten gemacht sind ist sehr dick und fühlt sich sehr hochwertig an. Insgesamt genau das was ich mir erhofft hatte.

Irgendwie sind diese Karten schon kleine Sammelstücke und ich ärgere mich auch ein bisschen, dass ich nicht alle Motive habe doppelt drucken lassen. Dann würde es mir nicht so schwer fallen mich von den Karten zu trennen. Allerdings muss man auch anmerken, dass man die Karten bei einem Stückpreis von ca. 40 Cent sowieso nicht wie Kamelle unter die Leute wirft.

Anmerkung: moo.com zahlt mir leider nichts für meine Begeisterung die ich hier zum Ausdruck bringe. Es ist also ganz sicher meine ehrliche Meinung.