C/O Pop Festival-Tagebuch Tag 2 – Funkhaus Europa Summerstage

C/Pop Festival, der zweite Tag. Eigentlich der Tag der Festivals im Festival. Wie ich ja schon berichtete wurde das Poller Wiesen Open Air auf den Sonntag verschoben, womit nur noch die Funkhaus Europa Summerstage blieb um Festivalcharakter einzufangen.

Für mich war der Plan also klar: Auf zur Summerstage, möglichst viele Bands an einem Ort und möglichst viele Impressionen vom Rahmenprogramm und  Zuschauern in der Sonne einfangen. Zuschauer in der Sonne? Ja, tatsächlich spielte das Wetter am Donnerstag erstaunlich gut mit. Am Nachmittag schien die Sonne, es zogen zwar immer wieder dicke Regenwolken vorbei, aber es blieb ziemlich lange trocken.

Was meinen Plan anging ein paar Festivalimpressionen zu sammeln war die Summerstage genau richtig. Neben zwei Bühnen gab es rund um den Tanzbrunnen eine Reihe von Verkaufsständen, ein Kinderprogramm und einiges anderes, wie z.B. Capoeira-Kämpfer zu entdecken.

Was die Bands anging habe ich die erste Gruppe des Tages noch ausgelassen und mich statt dessen lieber auf dem Gelände umgesehen. Bei Ely Guerra war ich dann das erste Mal im Graben. Für alle Bands galt: die erste drei Songs vom Graben aus. Was sonst noch so fotografiert wurde war egal. Ely Guerra hatte leider die falsche Klamotte an.  So gabs keinen schönen Kontrast zum Bühnenhintergrund im Summerstage-Design. Und auch musikalisch fand ich den Auftritt nicht besonders prickelnd.

Zwischen den Bands gab es nebem dem schon erwähnten Rahmenprogramm auch noch DJ-Sessions mit dem Mexican Institute of Sound. Insgesamt eine sehr Mexico lastige Veranstaltung, aber im Publikum waren so ziemlich alle Flaggen Lateinamerikas zu sehen. Die zweite Band für mich an diesem Nachmittag war Julieta Venegas, die ihr Deutschland-Debüt gab. Ein klarer Fall von: Hab ich noch nie von gehört, scheint aber bekannt zu sein.
Das Publikum ging darauf jedenfalls ziemlich ab und sang gleich beim ersten Lied nach Leibeskräften mit.
Ich fand besonders den Drummer genial. Ein Poser vor dem Herrn! Ich glaube noch nie habe ich so viele Fotos von einem Schlagzeuger gemacht.

Musikalisch hat mir Julieta Venegas auch deutlich besser gefallen als Ely Guerra.
Am coolsten war aber ganz klar der Auftritt der Chupacabras, die sich leider mit der sehr kleinen Bühne im Tanzbrunnen zufrieden geben mussten. Dafür schien das Rund des Brunnens bei ihrem Auftritt förmlich zu platzen. Vielleicht auch, weil es zu regnen angefangen hatte. Ich konnte bei diesem Auftritt mein neues Weitwinkelobjektiv so richtig ausspielen.
Nach den Chupacabras war an diesem Tag Schluss für mich. Immerhin galt es zu Hause gut 600 Bilder zu sichten und die besten daraus zu bearbeiten.

Über den Autor

Wolfgang Heisel fotografiert seit mehr als fünf Jahren Bands, Konzerte und andere Live-Veranstaltungen. Seine Wahlheimat ist Köln, wo vor allem bei akustischer und rockiger Musik unterwegs ist.

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