Fotos von A Place to Bury Strangers

Als Konzertfotograf begegne ich so manchen Widrigkeiten. Bürokratie hier, schlechtes Licht da. Wenn man Depressionen wollte, könnte man sicherlich den ganzen Tag meckern. Aber seien wir ehrlich: So schlimm, dass man gar keine Fotos machen kann ist es selten.

Dennoch, es gibt Band die weder gesehen, noch fotografiert werden wollen. Band, die im Stockfinsteren spielen und allenfalls von hinten angestrahlt werden. A Place to Bury Strangers im Gebäude 9 war ein ganz besonders hartnäckiger Fall aus dieser Rubrick. Die einzige Beleuchtung in gesamten Saal waren drei Beamer, die irgendwas Ominöses in die Luft projezierten.

Da stand ich also und wusste nicht was tun, außer: ISO rauf und es eben trotzdem versuchen. Wobei mehr ISO oder noch lichtstärkere Objektive sowieso nichts gebracht hätten, denn es war schlicht kein Licht da.

Am Ende bestand das Ergebnis aus ein paar Schattenrissen um die ich mühsam kämpfen musste. Vereinzelt kann man sogar ein Gesicht erkennen.

Der Marktwert solcher Fotos ist bescheiden, was wieder dazu führt, dass ich mich ärgern könnte, weil ich mich umsonst im Gebäude 9 rumgetrieben habe. Viel ärgerlicher ist außerdem, dass ich es hätte wissen können. Eine einfache Suche bei flickr im Vorfeld wäre zumindest eine Vorwarnung gewesen.

Nun, so ist das Leben. Manchmal verliert man…

Über den Autor

Wolfgang Heisel fotografiert seit mehr als fünf Jahren Bands, Konzerte und andere Live-Veranstaltungen. Seine Wahlheimat ist Köln, wo vor allem bei akustischer und rockiger Musik unterwegs ist.

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