Jazz & Joy 2010: Stefanie Heinzmann

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Wenn es um Publikumsbeteiligung geht, so war der Auftritt von Stefanie Heinzmann am Samstag Abend auf dem Jazz & Joy Festival sicherlich das Highlight. Der Platz der Partnerschaft war schon einige Minuten vor dem offiziellen Beginn des Konzerts gut gefüllt. Die erste Aufgabe für mich: Einen guten Platz ergattern. Möglichst in der Mitte der Bühne und in den vorderen Reihen. Die Ansage war, dass nur aus dem Zuschauerraum fotografiert werden darf. Bei soviel Betrieb wie an diesem Abend macht das die Sache richtig schwierig, denn zu der eh schon recht hohen Bühne kommt dann noch, dass man sich nicht Bewegen kann. Der sogenannte “Turnschuh-Zoom” fällt aus und man hat mit etwas Pech immer jemanden vor sich. Logisch also, dass ich Richtung Bühnengraben schielte. Und tatsächlich tat sich da was. Die Fotografen durften für die ersten drei Songs in den Graben zwischen der Absperrung und der Bühne.

In den Bühnengraben zu gehen hat für mich immer etwas davon einen Löwenkäfig zu betreten. So ein Graben ist nicht sehr breit, hinter einem steht die feiernde, dicht gedrängte Menge und direkt vor einem geht das Spektakel auf der Bühne los. Das sorgt für ordentlich Adrenalin, das in drei Songs gut genutzt sein will.

Die Securities, die natürlich mit mir und den anderen Fotografen im Graben standen, erwiesen sich jetzt übrigens als sehr freundlich. Der mit dem ich ein paar Worte wechseln konnte meinte nur ich solle doch ruhig Blitzen, das sei doch viel besser. Das es genau das nicht ist wollte er mir irgendwie nicht glauben.

Was mir in Worms sofort auffiel war, dass auf der Innenseite der Absperrung regelrechte Trittbretter angebracht waren. Das wäre natürlich die Lösung um etwas mehr Sicht auf die hohe Bühne zu bekommen, aber bestimmt nicht erlaubt, dachte ich mir. Als dann ein Kameramann mit dicker Filmkamera oben stand ließ ich es auf einen Versuch ankommen. In solchen Momenten ist Umsicht gefragt. Eines der mir persönlich wichtigsten Prinzipien meiner Arbeit ist, die Zuschauer, die viel Geld für ihre Konzertkarten bezahlt haben nicht zu stören und trotzem an die bestmöglichen Bilder zu kommen. In diesem Fall klappte beides ganz gut und ich war auch nicht der einzige der die zusätzliche Stufe gerne nutzte.

Lichttechnisch bot der Auftritt von Stefanie Heinzmann ein nicht besonders buntes aber angenehm helles Scheinwerferfeuerwerk. So mag man es als Fotograf doch ganz gerne. Selbst die Musiker, die bei ihr ja eher im Hintergrund bleiben waren anständig beleuchtet. Ihr seht es ja selbst in der Gallerie.

Über den Autor

Wolfgang Heisel fotografiert seit mehr als fünf Jahren Bands, Konzerte und andere Live-Veranstaltungen. Seine Wahlheimat ist Köln, wo vor allem bei akustischer und rockiger Musik unterwegs ist.

2 Kommentare

  1. Deineli sagt: - antworten

    Don’t forget the drummer. ;-)

  2. Ralf sagt: - antworten

    Sehr schöne Fotos von Stefanie Heinzmann und Band.
    Interessanter Konzertbericht aus Fotografensicht.

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