Watcha Clan auf dem Horizonte Festival 2010

2010-07-31-watcha-clan-030

Watcha Clan spielten auf dem Horizonte Festival einen vergleichsweise einfach zu fotografierenden Set. Es war noch genügend Tageslicht vorhanden um problemlos sehr kurze Belichtungszeiten wählen zu können. Gleichzeitig kam aber auch schon die Bühnenbeleuchtung zur Geltung. Also wenig Probleme mit der Belichtung und trotzdem ein gewisses Maß an Farbstimmung.

Kein Wunder also, dass ich nicht der einzige war der bei diesem Auftritt die Kamera zückte. Wie ich schon erwähnte herrschten es auf dem Horizonte Festival sehr sehr lockere Bedingungen für die Fotografen . Man muss eigentlich schon sagen, es gab gar keine Bedingungen. Von der Security kam die Aussage, dass jeder der mit „einer dicken Kamera“ ankommt in den Graben darf und zeitliche Limits wie z.B. nur die ersten drei Lieder gab es auch nicht.

Vor allem die zeitlich uneingeschränkte Möglichkeit die Konzerte zu fotografieren war sehr positiv. Das heißt ja noch nicht, dass man auch permanent den Finger am Auslöser haben muss, wie ich im letzten Artikel schon dargelegt habe. Aber nur so entstand z.B. die Möglichkeit das Finale von Fanfare Ciocarlia im Publikum zu fotografieren und das festzuhalten was das Konzert einmalig machte. Etwas anders sieht es damit aus, dass jeder fotografieren durfte. Es mag im ersten Moment seltsam anmuten, dass ich mich daran störe, zumal namhafte Kollegen sich immer wieder über strenge Auflagen für eine Akkreditierung beschweren. Ich bin da allerdings anderer Meinung. Es muss bei Konzerten eine Auswahl stattfinden wer fotografieren darf und wer nicht. Ein generelles Zutrittsrecht für die Presse würde dazu führen, dass der Markt mit billigen und vielleicht auch schlechten Bildern überflutet wird. Damit wäre niemandem geholfen. Weder den Fans, die sich durch Unmengen schlechter Bilder klicken müssen, noch den Bands, noch den Fotografen.

Das Thema ist sicherlich komplexer als ich es hier darstellen kann. Zumal es ja eigentlich auch um die Fotos von Watcha Clan gehen sollte.  Aber das Thema ist auch wichtig. Und die lockere Handhabung auf dem Horizonte Festival hatte für mich als Profi nicht nur positive Seiten.

Über den Autor

Wolfgang Heisel fotografiert seit mehr als fünf Jahren Bands, Konzerte und andere Live-Veranstaltungen. Seine Wahlheimat ist Köln, wo vor allem bei akustischer und rockiger Musik unterwegs ist.

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