Hausaufgaben für Coldplay

Morgen geht’s zu Coldplay ins Rheinenergie-Stadion. Und ich bin mächtig aufgeregt. Wieso? Was ist daran so besonders?

Nun, ich verrate kein Geheimnis wenn ich sage, dass Coldplay mit Abstand zu den bekanntesten Bands gehört die ich je fotografiert haben werde.

Nur weil die Band weltbekannt ist muss es nicht per se interessanter sein dort zu fotografieren. Aber es ist deutlich schwieriger eine Akkreditierung zu bekommen, die Chance Coldplay vor der Linse zu haben also deutlich seltener als bei einer kleineren Band. Dazu kommt noch, dass ich morgen für neue Kunden unterwegs sein werde. Das erhöht natürlich den Druck, denn für einen neuen Kunden will ich natürlich doppelt so gute Bilder abliefern.

Was hilft gegen Nervosität? Richtig: Gute Vorbereitung.

Also mache ich schon seit Tagen meine Hausaufgaben. Dazu gehört einiges an bürokratischem Kram. Zum Beispiel musste noch der Vertrag den das Management von Coldplay vorgelegt hat gecheckt und unterschrieben werden. Es galt letzte Absprachen mit den Kunden zu treffen (wie gesagt neue Kunden bei denen noch nicht alles eingespielt ist) usw.

Daneben versuche ich so viel über das Konzert herauszufinden wie möglich. Z.B. schaue ich, was es so an Konzertbildern von der aktuellen Coldplay-Tour gibt. Ich habe auf youtube in einen Mitschnitt des Coldplay Konzerts in Zürich reingeschaut. Morgen könnte es ganz ähnlich ablaufen. Über Facebook habe ich dann noch erfahren, dass Coldplay in ihrem tumblr live vom Konzert in Paris bloggen.

Könnte ne geile Show werden, bei all dem Spielzeug das Coldplay so auffahren. Konfettikanonen, riesige Luftballons fürs Publikum, Lasershow, Pyrotechnik und und und…

Bleibt nur die Frage, was ich davon haben werde? Denn die Bedingungen sind im Fotovertrag klar genannt: die ersten drei Songs, danach ist Schluss. Ich darf mir den Rest des Konzerts nicht einmal ansehen.

Diverse Setlists die im Internet kursieren lassen vermuten, dass zumindest „In my Place“ einer der ersten drei Songs sein könnte und, dass die besagten Konfettikanonen genau dann zum Einsatz kommen…

Ich bin gespannt.

Heute Abend wird erstmal die Ausrüstung kontrolliert, Akkus geladen, Speicherkarten formatiert und die Linsen gewienert.

Über den Autor

Wolfgang Heisel fotografiert seit mehr als fünf Jahren Bands, Konzerte und andere Live-Veranstaltungen. Seine Wahlheimat ist Köln, wo vor allem bei akustischer und rockiger Musik unterwegs ist.

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