Fotos von Night of the Jumps in Köln

Kein Konzert, dafür Bezingeruch und fliegende Motorräder in der Lanxess Arena. Mein Auftrag die Night of the Jumps in diesem Jahr zu fotografieren war ein würdiger Start in den Rocktober.

Anders als bei Konzerten galt es bei diesem Event nicht nur die eigentliche Show sondern auch die so genannte „Pit Party“, quasi die Autogrammstunde mit allen Fahrern im Fahrerlager. Außerdem gab’s nach der Show noch die offizielle Pressekonferenz mit den bestplatzierten Fahrern. weiterlesen

Fotos von Nickelback in der Lanxess Arena

Es gibt einen guten Grund Konzerte in riesigen Hallen richtig mies zu finden: Steht man in der Masse von 20.000 Zuschauern irgendwo zwischen den Platzen 15.000 und 19.999, dann kann man Konzert genau so gut in der Aufzeichnung auf dem Smartphone verfolgen. Deutlich größer als gefühlte vier Zoll wirkt die Bühne aus dieser Entfernung jedenfalls nicht.

Wie schön also, dass wir Konzertfotografen immer ganz nah dran sind. Naja, fast immer. Bei Nickelback durfte ich in Deutschlands größter Mehrzweckhalle von einem Podest hinter dem Mischpult aus fotografieren. Für alle, die sich fragen wo denn bei einem Konzert das Mischpult steht: dreht euch das nächste Mal einfach um. Genau, das Mischpult steht hinter den meisten Zuschauern. Es soll ja auch niemandem im Bild sein. weiterlesen

„Zwangsverträge für Konzertfotografen“ in ZAPP das Medienmagazin

Nach 1Live und 3Sat hat sich in dieser Woche auch der NDR mit der Sendung ZAPP dem Thema „Zwangsverträge für Konzertfotografen“ angenommen. Ausschlaggebend war wiedermal Coldplay, die zum Abschluss ihres Deutschland-Gastspiels in Hannover auftraten.

Ich finde den Beitrag sehr gelungen. Nicht nur, weil er, verglichen mit anderen Beiträgen dieser Art, sehr lang ist, sondern auch, weil er das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Im Vergleich dazu wirkten manche der Beiträge die bisher gelaufen sind eher aus der Hüfte geschossen.

Positiv aufgefallen ist mir auch, dass sich die Redaktion von ZAPP zumindest bemüht hat auch die Seite der Konzertveranstalter zu Wort kommen zu lassen. Schade, dass dies – wie im Beitrag erwähnt – aus terminlichen Gründen nicht geklappt hat.

Das mit Abstand Beste am Beitrag des NDR ist aber, dass zusätzlich zum gesendeten Beitrag auch die Interviews in voller Länge online sind. Diese Videos sind leider nicht bei youtube zu finden, aber über die Website des NDR Abrufbar.

Hier lohnt es sich auf jeden Fall reinzuschauen, denn die befragten Experten haben weit mehr zu sagen als in den sechsminütigen Sendebeitrag passte. Insgesamt liefert der NDR hier gute 50min Interviewmaterial in dem sich so manch interessante Aussage versteckt. Auf ein paar Punkte möchte ich hier eingehen. weiterlesen

Einfach mal Danke sagen

In Blogs wird viel geschimpft, was oft unterhaltsam und manchmal auch gut ist. Aber viel seltener werden positive Worte fallen gelassen. Zumindest ist das mein Eindruck und ich selbst kann mich davon auch nicht ganz frei sprechen.

Umso mehr Gründe also, dass ich mich an der Blogparade beteilige, die Michael „Omori“ Kirchner in seinem Blog Fotografr gestartet hat. Es geht darum einfach mal Danke zu sagen. Danke an all diejenigen, die einem selbst gutes getan haben und z.B. in der eigenen Entwicklung als Fotograf weitergeholfen haben.

Natürlich kann so eine Liste nie vollständig sein und sicher gibt es Menschen denen ich viel lieber ganz persönlich danken möchte als es hier im Blog zu tun. Aber zwei dicke Danke möchte ich heute hier verteilen.

  • Danke an Peter Wafzig, weil er sich als erfahrener Kollege nie zu schade ist auch Fragen von Anfängern zu beantworten. Schade eigentlich, dass es seine Seite www.konzertfoto-faq.de nicht mehr gibt. Gerade in meiner Anfangszeit war sie eine wichtige Quelle für mich.
  • Und Danke an das Konzertbüro Schöneberg, einem der Veranstalter die viele Konzerte hier in Köln organisieren. Euch danke ich dafür, dass meine Akkreditierungen immer reibungslos geklappt haben und vor allem dafür, dass ihr auch jüngeren Fotografen ohne große Tagespresse im Hintergrund die Chance gebt auf euren Konzerten zu fotografieren.
  • Und zu guter Letzt danke ich allen Bands für die Fotografen und die Presse nicht nur notwendiges Übel sind. Die sich über gute Fotos freuen und unsere Arbeit zu schätzen wissen.

Ich hoffe natürlich, dass die Aktion auf fotografr. de zu vielen Beiträgen animiert. Bis zum 30.09. kann man noch mitmachen, einfach einen eigenen Blogpost erstellen und einen Trackback an den Artikel auf fotografr.de senden.

Fotos von Coldplay im Rheinenergie-Stadion Köln

Coldplay @ by Wolfgang Heisel 2012

Nachdem es in den letzten beiden Wochen hier und anderswo fast ausschließlich um die rechtliche Seite des Colplay-Konzerts ging will ich jetzt endlich die Gelegenheit nutzen und die Fotos dazu zeigen. Schließlich muss das bis spätestens drei Monate nach dem Konzert geschehen sein, sonst kommt der Anwalt von Coldplay und schimpft mit mir.

Das Konzert von Coldplay war Adrenalin pur. Ein fettes Stadion, mit 45.000 Zuschauern ausverkauft, eine Bühne mit drei langen Stegen die in Publikum führen und im Graben überall Konfettikanonen und Kameraleute. Spannend war vor allem die Frage von welcher Position aus die besten Bilder zu machen wären. Klar war, dass Chris Martin irgendwann den mittleren Steg runter gelaufen kommt und dann auch die Konfettikanonen zum Einsatz kommen würden. weiterlesen

Ein Interview für 3Sat

Die Sache mit den Fotoverträgen kocht weiter. Während ich am Wochenende in Holland war und dort Sonne und Strand genossen habe, lief in der Sendung Kulturzeit auf 3Sat ein Beitrag mit dem Titel „Film- und Fotoverbot“.

Der Link führt direkt zum Beitrag in der 3Sat-Mediathek. Schaut mal rein. Der Beitrag ist in jedem Falle interessant.

Wie der Titel vermuten lässt ging es abermals um Fotoverbote auf Konzerten und unmögliche Verträge die Fotografen dazu zwingen alle Rechte an den gemachten Bildern abzutreten.

Unter anderem bin auch ich in dem Beitrag vertreten. Eine spannende Sache.
Nicht wegen der zwei Sätze die Eingang in den Beitrag gefunden haben, sondern weil es spannend ist zu sehen wie solch ein Beitrag entsteht.

Vor allem ging alles ziemlich schnell. Am Donnerstag Mittag habe ich ein erstes Telefonat mit einer Dame aus der Redaktion „Kulturzeit“ geführt. Ergebnis dieses ca. 5 minütigen Gesprächs, eine Verabredung zu einem Interview noch am gleichen Tag.
Gegen fünf Uhr, also nur wenige Stunden später stand ich vor der Kamera und wurde von einer weiteren Dame, die übrigens nicht redaktionell am Beitrag beteiligt war über den Coldplay-Vertrag befragt.

Das war’s. Ich bin nach Holland gefahren und hatte keine Ahnung, was die Damen und Herren von 3Sat aus meinen Aussagen machen. Gesehen habe ich den Beitrag erst am Sonntag, zwei Tage nach Ausstrahlung in der Mediathek.

Gott sei Dank konnte man den öffentlich-rechtlichen Medien vertrauen und es wurde nichts aus dem Zusammenhang gerissen oder in einen völlig falschen Kontext gesetzt. Aber ich muss zugeben etwas mulmig war mir schon bei dem Gedanken, was man da alles draus hätte machen können.

Interessant ist auf jeden Fall auch den Beitrag zu sehen, wenn man weiß, was in dem Interview noch alles gefragt und gesagt wurde.Die zwei Sätze mit denen ich im Fernsehen gelandet bin sind doch nur ein sehr kleiner Ausschnitt eines deutlich ausführlicheren Gesprächs. Und natürlich hätte ich mir gewünscht, dass da insgesamt noch viel ausführlicher auf die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas eingegangen wird. Aber wahrscheinlich kann man mit einem Beitrag von 3:18 min schon sehr zufrieden sein.

Überhaupt muss ich sagen: Das ganze Thema „Bürokratie bei der Konzertfotografie“ ist ganz schön komplex. Es gibt einfach zu viele Akteure, zuviele Interessen und noch mehr Dinge über die man sich streiten kann.

Ich bin gespannt ob und wie die Diskussion weitergeht.