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Jahresrückblick 2010 – ein Jahr in Konzertfotos

Ein Jahr mit meiner eigenen Webseite geht zu Ende. Genau genommen ist es sogar schon einige Wochen her, dass meine Seite Einjähriges feiern konnte. Allerdings bin ich im November nicht dazu gekommen mich intensiver damit zu beschäftigen. Es gab einfach zu viele Gelegenheiten neue Fotos zu produzieren und deshalb auch zu wenig Zeit für anderes. Ein sehr schöner Umstand.

Dennoch liegt es mir auf der Zunge das vergangene Jahr in ein paar Zeilen Revue passieren zu lassen. Klar, die meisten sehenswerten Fotos die 2010 entstanden sind kann man auch jederzeit in meinem Portfolio sehen, aber neben der Frage was die besten Fotos 2010 waren bleibt doch auch einiges vom Drumherum hängen. Nicht zuletzt geht es mir auch darum eine kurze Bilanz zu ziehen, wie sich meine Fotografie entwickelt hat. Ja, sie entwickelt sich noch und ich hoffe das wird auch noch lange Zeit so bleiben.

Mein Ziel für 2010 war es einmal im Monat ein Konzert zu fotografieren. Dieses Ziel war bewusst nicht sehr hoch gesteckt. Zum einen ist es für mich sowieso nicht entscheidend wie viele Konzerte es genau sind zum anderen weiß man ja auch nie wie es mit den Akkreditierungen läuft. Jetzt, am Ende des Jahres weiß ich, es sind viel mehr Konzerte geworden. Es gab einfach zu viele interessante Bands die in diesem Jahr in Köln gespielt haben.

Insgesamt habe ich 2010 26 Konzerte bzw. Festivals fotografiert. Vieles davon waren Konzerte meiner Lieblingsbands, es waren aber auch einige Überraschungen dabei die erst nach dem Konzert Eingang in Musiksammlung gefunden haben. Die drei besten Konzerte 2010 waren aus meiner Sicht:

Band of Horses in der Kulturkirche

Shantel & Bucovina Club Orchestar im Gloria und

Die Fantastischen Vier in der Arena Trier

Die Auswahl fällt schwer, denn es gab sicherlich 10 oder 15 Bands, die ich 2010 gesehen habe, die ich ohne zu zögern weiterempfehlen würde. Von Reinfällen blieb ich Gott sei Dank weitestgehend verschont. „Die Sterne“ im Stadtgarten hatten so schlechtes Licht, dass ich am Ende nicht ein Foto veröffentlicht habe und manchmal war es ärgerlich nicht so fotografieren zu dürfen, wie das Konzert es verdient hätte.

Schöner Punkt. So richtig viel Spaß macht fotografieren immer dann, wenn man die Freiheit hat das ganze Konzert zu fotografieren. Das war übrigens bei den meisten Konzerten auf denen ich 2010 war der Fall. Besonders hervorheben möchte ich aber das Release Konzert der Schlagsaite im Stadtgarten, welches einfach ein schöner Auftrag war.

Wie geht’s weiter? 2011 werde ich sicherlich wieder auf ähnlich vielen Konzerten unterwegs sein. Ich werde mir nach wie vor Konzerte aussuchen die Spaß versprechen. Dabei gilt vielleicht noch mehr als im vergangenen Jahr: Keine Scheu vor großen Namen und großen Hallen. Großen Spaß hätte ich auch im Sommer ein klassisches Festival mit Zeltplatz und Dixis zu fotografieren. Mal sehen was sich da so anbietet. Und natürlich darf ich nicht vergessen, dass ich für 2011 auf schöne Veröffentlichungen meiner Fotos hoffe.

Hier im Blog werde ich vielleicht noch einmal einiges umstellen. Ich plane mehr zu bloggen und wahrscheinlich fällt dabei auch der eine oder andere Blick hinter die Kulissen zusätzlich ab.

Zu guter Letzt nun aber meine persönliche Top 12. Die für mich persönlich schönsten Fotos des vergangenen Jahres. Für jeden Monat eines. Viel Spaß damit und einen guten Rutsch!

Die Fantastischen Vier in der Arena Trier

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Am 22. November feiert meine Seite einjähriges. Pünktlich zu diesem Geburtstag gab es ein Wochenende mit mehreren tollen Konzerten. Allem voran Die Fantastischen Vier, die ich in meiner alten Heimat Trier fotografierte. Zwar spielen Fanta 4 auch in Köln, jedoch erschien es mir sinnvoller mich auf den trierer Termin zu verlegen. Dafür sprach neben der Hoffnung in der Provinz eher an eine Akkreditierung zu kommen, auch dass Die Fantastischen Vier in Köln in der Lanxess Arena spielen. Im Vergleich dazu ist die Arena Trier eine kleine Halle in der ich mit meinem Teleobjektiv mit maximal 200mm Brennweite und einem 2fach-Telekonverter eher etwas ausrichtigen kann.

Eines hat ein wenig Recherche über die aktuelle Tour von Fanta 4 nämlich schnell ergeben. Fotos würde man wahrscheinlich nur vom Rand der Halle aus machen können. Eine vielfach beklagte Auflage bei manchen großen Konzerten. Tatsächlich bestätigte sich diese Vermutung auch in Trier. Allerdings ergab die Regel durchaus Sinn, denn die Centerstage der Fantastischen Vier ist gut 3 Meter hoch. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man vom Bühnengraben aus hätte gute Fotos machen können. Wahrscheinlich hätte man große Teile der Band und der Show gar nicht richtig gesehen.

Außergewöhnlich war auch die Regelung welche Songs fotografiert werden durften. Schon an der Kasse bekam ich einen Zettel in die Hand gedrückt auf dem der dritte und der vierte Song der Setlist für den Abend markert waren. Klingt im ersten Moment seltsam warum ausgerechnet der 3. und 4. Song, aber auch das ergab Sinn. Der erste Song des Abends war ein vergleichsweise kurzes Intro das zusätzich bei vollständig verhangener Bühne gespielt wurde. Dies zu fotografieren hätte keinen Sinn gemacht. Die Fanstastischen Vier kamen erst während des zweiten Songs auf die Bühne. Sich dann ersteinmal einen Song lang die Show anzusehen, bevor man loslegen musste hatte auch Vorteile. Schade ist natürlich, dass es nur zwei Songs waren. Die üblichen drei hätten auch Die Fantastischen Vier zulassen können, aber nicht die ersten Songs des Abends zu fotografieren ist gar nicht schlecht.

Fotografisch war das Konzert alles andere als einfach. Die vier Jungs machen ganz schön Strecke während sie auf der Bühne rumrennen. Man musste sehr wachsam sein um immer denjenigen im Visier zu haben der grade in die richtige Richtung gewandt war. Dafür gab es Licht in Massen. Das bin ich gar nicht gewohnt, dass ich Fotos aussortieren muss, weil sie überbelichtet sind. Als extrem gutes Hilfsmittel bei dem Konzert, dass ich fast ausschließlich mit dem Tele fotografiert habe, hat sich mein Einbeinstativ erwiesen. Bei großem Abstand zur Bühne macht es sowieso keinen Sinn, dass ich mich viel Bewege, das heißt man kann völlig ungestört mit dieser simplen Stativvariante arbeiten. Gerade bei Brennweiten von mehr als 300mm ist die Gefahr das Bild zu verwackeln ohne Stativ einfach zu hoch.