Posts Tagged "Gabäude 9"

Fotos von A Place to Bury Strangers

A Place to Bury Strangers live im Gebaeude 9 in Koeln

Als Konzertfotograf begegne ich so manchen Widrigkeiten. Bürokratie hier, schlechtes Licht da. Wenn man Depressionen wollte, könnte man sicherlich den ganzen Tag meckern. Aber seien wir ehrlich: So schlimm, dass man gar keine Fotos machen kann ist es selten.

Dennoch, es gibt Band die weder gesehen, noch fotografiert werden wollen. Band, die im Stockfinsteren spielen und allenfalls von hinten angestrahlt werden. A Place to Bury Strangers im Gebäude 9 war ein ganz besonders hartnäckiger Fall aus dieser Rubrick. Die einzige Beleuchtung in gesamten Saal waren drei Beamer, die irgendwas Ominöses in die Luft projezierten. weiterlesen

Fotos von Che Sudaka im Gebäude 9

Che Sudaka live im Gebaeude 9 in Koeln

Che Sudaka boten geringfügig besseres Licht als La Papa Verde, dafür aber eine Bühnenperformance die ihres Gleichen sucht. Seit ich die spanische Band im vergangenen Jahr auf dem Horizonte Festival fotografieren durfte bin ich von ihnen begeistert.

Die beiden Fontmänner Leo und Kachafaz sind während ihrer Show praktisch die ganze Zeit in Bewegung, hüpfen herum und gehen immer wieder mit dem Publikum auf Tuchfühlung. Dem entsprechend war die Linse der Wahl an diesem Abend das Weitwinkel. Und auch wenn ein beliebtes Fotografenzitat suggeriert, dass man für gute Bilder gar nicht nah genug ran gehen kann, hätte ich mir manchmal etwas mehr Abstand zur Bühne gewünscht. weiterlesen

Fotos von Mary Ocher im Gebäude 9

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Tja, was soll ich sagen. Bislang habe ich die Vorbands die ich gesehen habe meistens gelobt, weil sie immer für eine Überraschung gut sein können. Was da aber vor 1000 Robota im Gebäude 9 auftrat ließ mich doch recht ratlos zurück.  Über das Outfit von Mary Ocher alleine könnte man schon Seiten schreiben. Und musikalisch war es keinen deut besser. Sie quiekte irgendwas zum Klang ihrer mal mehr mal weniger verzerrten Gitarre.

Ich war jedenfalls heilfroh, dass ich auf Konzerten immer Gehörschutz dabei habe. Die meisten der Fans von 1000 Robota wählten einen noch eindeutigeren Weg mit dem Auftritt von Mary Ocher umzugehen. Sie blieben einfach draußen und warteten den Hauptact ab.

Vom Fotografieren hat mich der Auftritt allerdings nicht abgehalten. Viel Zeit und viel Platz führten zu dem ein oder anderen Detailfoto. Naja, das Set bekommt einen Ehrenplatz in meiner Sammlung als schlechtester schrägster Auftritt den ich bisher fotografiert habe.

Fotos von 1000 Robota im Gebäude 9

2011-01-20-1000-robota-429 Auf 1000 Robota bin ich aufmerksam geworden als ich im Netz auf die TV-Sendung Konspirative Küchenkonzerte gestoßen bin. Kurz darauf folgten Besprechungen in verschiedenen Feuilletons, mal in Form von Lobhudeleien hal als Verriss. Naja, um ehrlich zu sein hat mich das was ich im Netz von ihnen gesehen hab nicht begeistert. Aber die Medienpräsenz hat mich dann doch neugierig gemacht. Also hab ich mich akkreditieren lassen und mir die Jungs einmal selbst angesehen. Das war im Nachhinein nicht der größte Fehler meines lebens, ich bin aber auch heute  noch kein großer Fan von 1000 Robota.

Vor dem Konzert juckte es mich gehörig in den Fingern, denn nach der Weihnachts-/ Winterpause war die Lust wieder zu fotografieren groß. Und was das angeht waren 1000 Robota keine schlechte Wahl. Im Gebude 9, sonst eher mit einfacher Beleuchtung ausgestattet, wurde verhältnismäßig viel aufgefahren. Es waren echt wenig Leute da was für Bewegungsfreiheit sorgte. Eine Herausforderung war, dass 1000 Robota sehr viel Nebel einsetzten. Teilweise war von den Musikern kaum noch etwas zu sehen. Also konzentrierte ich mich zunächst auf die Phasen in denen sich der Nebel verzogen hatte und versuchte später noch einen guten Schuss von einem der drei im Nebel zu bekommen. Gar nicht einfach wenn regelmäßig helle weiße Scheinwerfer aufblitzen, die Bühne sonst aber eher Dunkel ist. Zwischen sehr vielen völlig überbelichteten Bilder und einigen zu dunklen fanden sich nur wenige gute Nebelfotos.

Jaimi Faulkner im Gebäude 9

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Jaimi Faulkner eröffnete als als One-Man-Show für Wallis Bird. Als Singer-Songwriter, also ein Mann mit Gitarre, war Jaimi Faulkner nicht gerade mein Wunschkandidat. Da gibt es nämlich ein einfaches Problem mit Singer-Songwritern: Sie sind allein! Das bedeutet schon mal grundsätzlich nicht besonders viel Abwechslung was die Motive angeht und wie ihr in der Gallerie sehen könnt gibt es 12 Mal 11 Mal den gleichen Kerl zu sehen.

Trotzdem finde ich Singer-Songwriter gar nicht so schlecht. Die eingeschränkte Motivauswahl zwingt dazu mit der Perspektive zu spielen. Dazu lässt einem meistens die Bühnenshow viel Zeit, denn selten rennt der Mann an der Gitarre kreuz und quer über die Bühne. Also so nah wie möglich ran und vielleicht auch mal was Anderes probieren.

Bei Jaimi Faulkner habe ich die ganze Bandbreite meiner Objektive ausgespielt. Die eher statische Show war perfekt für die Suche nach dem richtigen Ausschnitt mit der 50mm Festbrennweite. Und dennoch: Mehr ISO bei weniger Rauschen wäre schön gewesen.

Wallis Bird im Gebäude 9

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Wallis Bird führte mich, mehr als ein halbes Jahr nachdem ich dort Olli Schulz fotografiert habe, wieder ins Gebäude 9. Das Licht dort hatte ich in ganz guter Erinnerung, allerdings ist das Gebäude 9 klein. Deshalb wollte ich früh da sein um einen guten Platz ohne viel Drängeln zu ergattern.

Wallis Bird spielten einen Set mit anspruchsvollem Licht. Häufige Wechsel zwischen dunklen Situationen in Rot/ Blau und recht hellem, weißem Licht. Dazu fünf Musiker auf einer relativ kleinen Bühne und eine Frontfrau die herumhüpft die ein HB-Männchen.

Der Abend hat sehr viel Spaß gemacht. Es war anspruchsvoll zu fotografieren, aber nicht so deprimierend wie bei Band of Skulls, bei denen das Licht eigentlich gar nicht wechselte. Die Überraschend gute Musik von Wallis Bird und ein extrem gelungener Supportact taten das Übrige.

Aus technischer Sicht war es ganz klar ein Abend für das 18-55mm. Die Festbrennweite war zu lang für ein Portrait, aber auch zu kurz um nur ein Gesicht abzubilden. Im Grunde war es ein Konzert an dem ich bedauert habe zur Zeit kein richtiges Weitwinkelobjektiv zu besitzen.

Einen Bericht über das Konzert gibt es auf www.regiomusik.de