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Fotos von Saltatio Mortis in der Live Music Hall

Die Show von Saltatio Mortis war ein gelungenes Beispiel dafür, wie schön es sein kann Konzerte zu fotografieren. Okay, die Vorband fand ich wenig spannend, sowohl musikalisch, als auch was die Fotos angeht, aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen.

Eigentlich alles andere war Positiv. Angefangen damit, dass Saltatio Mortis uns Fotografen so gut die keine Auflagen machten. Konkret heißt das, wir durften nicht nur die ganze Show fotografieren, sondern sogar die ganze Zeit im Graben bleiben. Zunächst war dort auch ziemlich viel los, ich glaube sieben oder acht Fotografen tummelten sich da. Das ist für die Größe des Konzerts schon ziemlich viel. weiterlesen

Mike Noga & The Gents in der Live Music Hall

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Mike Noga & The Gents spielten als Support vor Band of Horses. Für mich die perfekte Gelegenheit zu testen, ob es Sinn macht in der Live Music Hall aus dem Publikum heraus zu fotografieren. Das der Test gelang habe ich ja schon im letzten Artikel verraten.

Das Lichtsetup bei Mike Noga & The Gents war dunkel, aber nicht uninteressant. Die Fotos entstanden fast ausschließlich mit dem Teleobjektiv. Die 50mm-Festbrennweite wäre aufgrund der Dunkelheit auch eine gute Wahl gewesen, erwieß sich von meinem Standpunkt aus allerdings als zu kurz.

Mike Noga & The Gents scheinen übrigens noch an ihrer Karriere zu schrauben. Unter anderem hatten sie in Köln noch nicht einmal CDs dabei. Das war schade, denn die Jungs machen ganz gute Musik, die auch perfekt zu Band of Horses passt.

Fotos von Florian Ostertag in der Live Music Hall

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Florian Ostertag eröffnete den Abend mit Alin Coen und Philpp Poisel in der Live Music Hall. Genau wie bei Alin Coen durfte ich seinen gesamten Auftritt fotografieren. Allerdings bestand der auch nur aus fünf oder sechs Songs. Auch Florian Ostertag war, typisch für Singer-Songwriter nicht sehr schwer mit der Kamera einzufangen. Florian Ostertag bewegte jedenfalls nicht sehr viel, was zu seiner Musik auch passte.

Das Licht war für Live Music Hall-Verhältnisse angenehm mit wenigen Scheinwerfern im Hintergrund. Dazu hatte Florian Ostertag eine im Vergleich zu Alin Coen volle Bühne. Er hatte noch einen Kollegen dabei, der ihn unterstützte, ein Tonband und eine Schreibmaschine.

Florian Ostertag kann ich übrigens jedem empfehlen der ruhige, englischsprachige Songs mag. Hört doch einfach mal auf Myspace rein. Auch er hat schon angekündigt, dass er im Aprill solo nach Köln kommen wird. Der Termin steht aber wohl noch nicht fest.

Fotos von Alin Coen in der Live Music Hall

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Das Alin Coen als Support für Philipp Poisel aufgetreten ist, war aus meiner Sicht ein absoluter Glücksgriff. Ich mag die ruhigen Lieder von Alin Coen, die ich nebenbei auch besser kenne als die von Philipp Poisel. Außerdem ist so ein Soloauftritt die ideale Einstimmung. Wenn, wie bei Alin Coen der Fall, der ganze Auftritt durchfotografiert werden darf ist das natürlich umso besser.

Dass ich mich bei Alin Coen vor allem auf Portraits konzentrierte war logisch. Mein Ziel war es den gefühlvollen Ausdruck in Alin Coens Gesicht einzufangen, da sich hier viel von der Stimmung ihrer Lieder spiegelt. Klar, dass die meisten dieser Bilder mit dem Teleobjektiv entstanden. Die größte Schwierigkeit dabei ist es übrigens die Schärfe im Bild genau dort zu platzieren wo man sie haben will: Auf den Augen. Meistens hat man noch einen Arm, das Mikro oder den Hals der Gitarre weiter vorne im Bild und man muss sehr exakt arbeiten. Aus diesem Grund arbeite ich auch immer mit einer manuellen Wahl des Autofokusfeldes, damit ich die volle Kontrolle darüber habe welches Feld die Kamera gerade verwendet.

Am 22. März spielt Alin Coen in der kölner Werkstatt. Dann hat sie auch ihre Band dabei. Ich werde versuchen auch da zu sein und sie etwas ausführlicher zu sehen.

EDIT (04.2.11): Auf Wunsch von Alin Coen habe ich ein paar der hier veröffentlichten Bilder wieder zurückgezogen. Zwar zeigten die Fotos nichts Schlimmes, aber Alin hat mich in einer sehr netten Mail darum gebeten.
Keine ganz einfache Sache, geht es hier ja auch darum meine Sicht des Konzertabends (künstlerisch) abzubilden, aber ich möchte natürlich auch, dass sich niemand mit den hier gezeigten Bildern unwohl fühlt.

Fotos von Philipp Poisel in der Live Music Hall

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Ohne meine Kollegin Petra wäre das Konzert von Philipp Poisel wohl an mir vorbeigegangen. Manchmal braucht es eben einen guten Tipp, denn ich kannte zwar das ein oder andere Lied von Philipp Poisel, aber ich hatte ihn nicht auf der Liste meiner Wunschkonzerte stehen.

Mir war auch nicht bewusst, dass Philipp Poisel eine komplette Band dabei haben würde. Ich hatte ihn irgendwie in die Kategorie „ein Mann mit Gitarre“ eingeordnet. Musikalisch und fotografisch ist ein Auftritt mit Band natürlich um ein Vielfaches spannender. Erstaunlich gut auch die beiden Vorbands Alin Coen und Florian Ostertag, was bei mir den nach Mary Ocher erschütterten Glauben an die Vorbands dieser Welt wieder herstellte. Mehr dazu gibts in den nächsten Tagen.

Philipp Poisel spielte in der Live Music Hall. Damit ist zum Fotografischen eigentlich schon alles gesagt. Wenn ich mich das nächste Mal für diese Location akkreditiere werde ich mal versuchen nicht aus dem Graben vor der Bühne heraus zu fotografieren. So praktisch die Bewegungsfreiheit dort auch ist so schlecht ist die Lichtsituation dort. Permanent hat man Gegenlicht das die Bilder völlig überstrahlt weil es wirklich haargenau in die Linse scheint. Ein paar Meter weiter hinten hätte man einen anderen Bildwinkel und dieses Problem damit wahrscheinlich nicht.

Stellt sich nur die Frage ob der Veranstalter damit einverstanden sein wird.

Keine Fotos von Gogol Bordello

Jaja, die Bürokratie hat mal wieder zugeschlagen. Als Konzertfotograf ist es ein leidiges Thema, mit dem man sich leider immer wieder rumschlagen muss. Akkreditierungen werden nur erteilt wenn man bestimmte Bedingungen erfüllt, oft erfährt man erst ein oder zwei Tage vor dem Konzert ob man Fotos machen darf, oder man bekommt überhaupt keine Antwort auf eine Anfrage. Noch nicht einmal am Telefon. Hat man dann die Zusage zum begehrten Fotopass so bedeutet das leider auch noch nicht viel. Oft sind es die Bedingungen die vor Ort bestimmt werden, die den Fotografen das Leben schwer machen. Das 3-Songs-Limit z.B. oder Fotopositionen, die ohne ersichtlichen Grund so weit weg von der Bühne und den Musikern sind, dass selbst mit Teleobjektiv nicht mehr viel zu machen ist.

Die mit Abstand ärgerlichste Form der Bürokratie sind aber Verträge, die einem vom Management der Band vor dem Konzert vorgelegt werden und die die Arbeit der Fotografen regeln sollen. Regeln heißt hier natürlich einschränken! So auch bei Gogol Bordello.

Der Vertrag der mir an der Abendkasse vorgelegt wurde beinhaltete zahlreiche Punkte, die nicht alle erwähnenswert sind, weil sie z.B. Selbstverständlichkeiten regelten. Dazu gehört das Verbot von Blitzen. Das Limit von maximal drei Songs war darin enthalten, okay damit habe ich mich ja schon lange abgefunden. Immerhin galt auch bei Gogol Bordello nicht pauschal die ersten drei Songs, sondern die Songs 4, 5 und 6. Da hatte sich wohl jemand Gedanken gemacht, gut so! Woran ich dann aber doch Anstoß nahm waren zwei Punkte: Es wurde von mir verlangt, dass ich die Medien bzw. das Medium benenne für das ich Fotografiere und mir gleichzeitig verboten meine Fotos für irgendetwas anderes zu verwenden als für dieses eine Medium. Auf den ersten Blick klingt das vielleicht nicht schlimm, aber de facto bedeutet dies, dass ein solcher Abend für mich als Fotograf nicht mehr gewinnbringend sein kann. Die Honorare die heute gezahlt werden sind viel zu niedrig um mit einer einzige Veröffentlichung eines Fotos die Unkosten decken zu können. Eigentlich jeder Fotograf, der versucht nicht draufzubezahlen ist deshalb bemüht seine Fotos auf verschiedenen Wegen anzubieten.

Ganz nebenbei ist dieser Passus auch der Grund, warum es mir nicht erlaubt ist meine eigenen Fotos auf dieser, meiner eigenen Seite zu zeigen.

Als ob dies nicht genug wäre hat sich Gogol Bordello im übrigen auch noch zusichern lassen, dass sie meine Fotos völlig kostenlos nutzen dürfen. Und das nicht wie ich nur in bestimmten Medien, sondern „throughout the universe“ und ohne zeitliche Beschränkung. Danke, klar schenke ich euch gerne meine Arbeit!

Naja, immerhin kann man sich in Deutschland Gott sei Dank ziemlich sicher sein, dass dieser Passus rechtswidrig ist. Schade nur, dass dies nichts an den anderen Beschränkungen ändert. Und außerdem müsste ich mir mein Recht teuer erstreiten, sollten Gogol Bordello tatsächlich auf die Idee kommen meine Fotos für sich zu verwenden.

Vielleicht hätte ich auch einfach an der Abendkasse umdrehen sollen, meine Kamera wieder im Auto (ja ich hatte sogar eines dabei) verstauen sollen und mir einfach nur das Konzert ansehen sollen. Aber ich hatte mich schon sehr darauf gefreut Gogol Bordello zu fotografieren, weil ich wusste was für eine Show sie machen und weil ich die Band einfach gut finde.

Das nächste Mal werde ich jedenfalls genau das tun. Bis dahin kann ich wenigstens darauf verweisen, dass meine Fotos auf www.regiomusik.de zu sehen sind. Den Link dorthin hat mir ja niemand verboten. Glaube ich zumindest, denn eine Kopie des Vertrages für meine Akten wurde mir verweigert.