Posts Tagged "Nähkästchen"

Olympus Pen e-Pl3 – Meine neue Kleine

Früher dachte ich immer: Wozu eine Zweitkamera? Ich habe doch eine gute Spiegelreflex, die reicht mir und die nehme ich überall mit hin. Welchen Sinn sollte es ergeben eine kleinere, womöglich schlechtere Kamera zu haben.

Und dann kam das dicke Ding in Gestalt der Nikon D700. Zusammen mit dem 24-70 2,8 sind das fast drei Kilo.
Zunächst hätte ich’s gar nicht gedacht, aber nach und nach erwischte ich mich immer wieder dabei, dass ich die Kamera zu Hause ließ. Natürlich nicht bei meinen Aufträgen, aber beim Sonntagsspaziergang, am Wochende, zu Besuch bei Freunden usw.

Na und da war er dann ganz plötzlich: Der Wunsch nach der Immer-dabei-Kamera. Teilweise hat mein iPhone diese Funktion übernommen und sogar im Urlaub auf der Skipiste gute Dienste geleistet. Aber so richtig zufriedestellend war das nicht.

Es musste als eine Kamera hier, die mehr kann als mein iPhone, aber weniger kostet als meine Spiegelreflex. weiterlesen

2013. Was bringt’s? – Konzertfotografie für Einsteiger?

Hach, wie ich diese Kreativpausen genieße. Vor etwas mehr als vier Wochen habe ich das letzte Konzert fotografiert. Und wisst ihr was: Es juckt schon wieder mächtig in den Fingern. Ich will wieder los. Am besten sofort!

Es wird aber noch eine gute Woche dauern bis ich wieder im Graben stehe. Genug Zeit also sich ein wenig mit dem kommenden Jahr zu beschäftigen. Was wird es bringen? Einige fette Konzerthighlights sind ja schon angekündigt, wobei so ziemlich für jeden Musikgeschmack was dabei ist, von Justin Bieber über Rihanna bis Depeche Mode.
Mal sehen wohin es mich verschlägt. Versprechen kann man da nix und nach wie vor stehe ich dazu, dass für mich als Fotografen die großen Stars oft gar nicht so interessant sind.

Natürlich ist mein Ziel für 2013 bessere Fotos zu machen. So wirklich zufrieden bin ich mit meinen Bildern nie, und das ist gut so. Denn nur so bin ich weiter getrieben auf der Jagd nach dem perfekten Foto, dem perfekten Moment den ich mit meiner Kamera eingefangen habe. Mal sehen ob er 2013 dabei sein wird.

Aber auch abseits der Konzerthallen habe ich mir dieses Jahr ein paar Ziele gesetzt. Allem voran möchte ich hier im Blog mehr Hintergrundwissen vermitteln. Es soll mehr Artikel geben, die die kleinen Dinge hinter den Kulissen meiner Arbeit beleuchten. Das ist zwar zu 99,9% kein Hexenwerk, aber vielleicht doch für den ein oder anderen interessant.
Bislang haben mich übrigens zwei Dinge davon abgehalten mehr darüber zu bloggen, wie das mit der Konzertfotografie funktioniert. Erstens bin ich nach wie vor nicht der Meinung, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte. Es gibt so viele Kollegen da draußen, die den Job schon länger machen als ich. Aber genau an der Stelle freue ich mich selbst immer wieder, wenn einer der Kollegen sich in die Karten schauen lässt. Also warum nicht selbst mit gutem Beispiel voran gehen? Der zweite Grund ist, dass es gar nicht so einfach ist eine sinnvolle Struktur in so eine Sache zu bringen. Irgendwie schwirrte da mal das Stichwort „Konzertfotografie für Einsteiger“ in meinem Kopf herum. Aber schon direkt hinter diesem Titel wurde es schwammig. Was muss man als Einsteiger in die Konzertfotografie eigentlich alles wissen? Gute Frage.

Nun, um wieder auf die Vorsätze und Ziele für 2013 zurück zu kommen: Ob’s jemals was Strukturiertes von mir geben wird weiß ich nicht. Aber ich kann ja damit starten etwas mehr aus meinem Alltag jenseits der Konzerthallen zu berichten. Und dann schauen wir mal wo das so hinführt.

Und natürlich lade ich jeden der hier mitliest herzlich ein mit Kommentare zu schicken. Schickt mir gerne eure Fragen. Was interessiert euch am meisten? Welchen Tipp kann ich euch geben?

Kann Konzertfotografie Kunst sein?

Es gibt eine Frage, die ich mir immer wieder stelle: Kann Konzertfotografie Kunst sein?
Oder vielleicht noch treffender: Ist das was ich da mache Kunst?

Klar, die Frage ist eigentlich obsolet. Wen interessiert es, ob das Kunst ist? Wer will das überhaupt entscheiden? Und überhaupt, ist die Diskussion „Was ist Kunst?“ nicht eine generell sinnlose Diskussion? Hauptsache mir gefällt was ich da mache.

Und dennoch stelle ich mir genau diese Frage ab und an. Z.B. wenn ich mir die Ergebnisse diverser Fotowettbewerbe anschaue. Gerade diese Woche bin ich auf die Ergebnisse des „Dreikampf der Fotografie“ auf www.fotografr.de gestoßen. Dort war eine der drei Aufgaben “Mein fotografisches Highlight im Jahr 2012″. Sprich, das beste Foto des fast vergangenen Jahres sollte präsentiert werden. Oder nein: eigentlich ist in der Beschreibung zur Aufgabe die Rede vom „Foto, das Euch am meisten bedeutet“.

Juror Sven Wickenkampf begründet seine Auswahl u.a. so:

Eines aber haben die von mir gewählten Bilder gemeinsam und zudem den anderen Beiträgen meiner Meinung nach voraus: Sie sind originell, interessant und auch in gewisser Weise witzig. Dadurch schaut man sich die Bilder länger an und hat durchaus Vergnügen beim Betrachten.

Klar, all das kann Konzertfotografie auch. Wäre ja auch wirklich depremierend wenn nicht.
Was Konzertfotografie aber nie ist: Gestaltend, komponierend. Und genau das sind die Favoriten der Jury in sehr vielen Fotowettbewerben.

Konzertfotografie dokumentiert und hält fest, aber dabei wird nichts geschaffen was nicht sowieso da wäre. Und selbst der Einfluss, den man auf Perspektive, Bildkomposition und Belichtung nehmen kann ist begrenzt. Ehrlich: Manchmal vermisse ich dieses schaffende Element der Fotografie.

Was wir Konzertfotografen als Entschädigung bekommen ist aber auch nicht schlecht. Es ist dieses Moment des Zufalls, dass in jedem guten Foto steckt. Das Quäntchen Glück das dazu gehört, eben weil man keinen Einfluss auf das Motiv hat. Und genau das macht für mich auch das Suchtpotential aus. Kein Foto ist gut genug oder gar perfekt. Es geht immer noch ein bisschen mehr, es gibt immer noch etwas dem man hinterher jagen kann. Egal ob das nun Kunst ist was ich mache oder nicht.

Nikon D800 – Oder warum ich froh bin schon gekauft zu haben

Jetzt ist es tatsächlich amtlich. Nikon hat die D800 angekündigt und bringt damit die wohl am sehnlichsten erwartete Kamera der letzten Jahre auf den Markt und gleichzeitig auch eine Kamera an der sich wie an kaum einer anderen die Geister scheiden. Ich mache es kurz, die Gerüchte der letzten Monate haben sich bestätigt. Die D800 ist ein Auflösungsmonster mit sage und schreibe 36 Megapixeln. weiterlesen

Warum der Rotkanal ein … ist.

„Kein Licht! Und das auch noch rot.“

Warum ist rotes Licht der Feind des guten Konzertfotos? Oder etwas technischer formuliert: Warum ist die Abbildungsqualität besonders bei roten Motiven so schlecht?

Zunächst muss ich betonen: ich bin kein Physiker und auch kein Fachmann für Kameratechnik. Aber das hindert mich ja nicht daran mir ein paar Gedanken zu machen und Wikipedia sei Dank kann ich auch ein paar Behauptungen über die Physik des Lichts aufstellen.
Vielleicht findet sich auch wer, der es besser weiß als ich. Nur zu, die Kommentare sind ja offen.

Also, was hat es nun auf sich mit den Besonderheiten im Rotkanal. Wenn man es sich einfach machen wollte könnte man sagen: Die Kamera ist viel schlechter als das menschliche Auge. Technik kann einfach nicht das leisten was die Biologie in Millionen Jahren erreicht hat. Punkt.

Ich hätte da einen Lösungsansatz für den man sich zwei/drei Dinge näher betrachten muss.

 

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Happy Shooting Special – Konzertfotografie

Seit gestern kann man mich tatsächlich hören. Das angekündigte Happy Shooting Special – Konzertfotografie ist online.

Puh, ich muss zugeben, ich war doch recht nervös als am Dienstag Abend mein Skype klingelte und Chris mich in die Sendung holte. Schließlich wurde die Sendung nicht nur aufgezeichnet sondern war gleichzeitig live im Netz zu hören.
Das Interview selbst verlief sehr locker. Hatte ich von Happy Shooting auch nicht anders erwartet. Eigentlich will ich auch gar nicht so recht Interview dazu sagen. Es ist viel mehr so, dass ich einen netten Plausch mit zwei Kollegen führte. Am Ende waren es, glaube ich, gute eineinhalb Stunden, die wir aufgenommen haben. Die ganze Sendung kommt damit auf etwas mehr als 120 Minuten. Ganz schön lang.

Aber ich glaube es hat sich gelohnt soviel Zeit zu investieren. weiterlesen