Posts Tagged "Palladium"

Fotos von Amy Macdonald im Palladium

Amy Macdonald finde ich super. Dementsprechend habe ich mich gefreut, als ich den Auftrag bekommen habe ihr Konzert im kölner Palladium zu fotografieren.

Leider war ich nur für die ersten drei Songs dort, da parallel auch noch die Arsch Huh Kundgebung in Köln statt fand und dort so ziemlich alles was in der kölber Muskszene Rang und Namen hat aufspielte. Allen Unkenrufen zum Trotz habe ich es aber sehr wohl geschafft beide Termine unter einen Hut zu bekommen. Nur die Vorband Charlie Simpson musste ich auslassen. Was schade ist, denn es gibt genug Leute die behaupten der würde mal erfolgreich. weiterlesen

Old Crow Medicine Show im Palladium Köln

2010-09-27-old-crow-030

Old Crow Medicine Show waren die Vorband von Mumford & Sons bei deren Auftritt im kölner Palladium. Nur die Vorband, das heißt für viele, dass sie der Band keine richtige Aufmerksamkeit schenken. Für mich gehört die Vorband immer genauso zu meiner Arbeit wie der Act wegen dem ich eigentlich gekommen bin. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Bei den Vorbands weiß man oft nicht was einen erwartet. Viele Bands sind nicht besonders bekannt und man weiß oft nicht wie lohnenswert die Show sein wird. Das macht es spannend sich auf eine Vorband einzulassen. Dazu kommt, dass bei vielen Konzerten die Auflagen für die Vorband deutlich lockerer sind als beim Hauptact. So entstehen manchmal beim Auftritt der Vorband die besseren Fotos, weil hier Zeit und Raum ist zu experimentieren. Und zu guter letzt weiß man nie was aus einer unbekannten Vorband vielleicht einmal wird, oder ob sie im Ausland vielleicht deutlich bekannter ist als man meint.

Für Old Crow Medicine Show trafen nicht alle diese Punkte zu, dennoch lohnte es sich sie zu fotografieren. Zwar durften ebenfalls nur die ersten drei Songs fotografiert werden, aber die Musiker boten durchaus interessante Motive und es war schlicht noch nicht viel los im Bühnengraben. Einige Fotografenkollegen kamen nämlich erst zum Auftritt von Mumford & Sons in die Halle. Gut für mich, denn auch wenn ich Old Crow Medicine Show nicht kannte, so sind sie in den USA doch keine Unbekannten.

Mumford & Sons im Palladium Köln

2010-09-27-mumford-sons-131

Konzertfotografie ist ein Abenteuer. Das habe ich schon immer so gesehen. Manchmal sind aber zumindest Teile des Abenteuers mir selbst zuzuschreiben. So zum Beispiel das Abenteuer am Montag abend bei herbstlichem Dauerregen mit dem Rad quer durch die Stadt zum Palladium zu fahren. Was macht man nicht alles wenn man kein Auto besitzt.

Für den anderen, und weitaus dramatischeren Teil des Abenteuers am Montag sorgte dann aber die Bürokratie. Am Palladium angekommen melde ich mich wie immer an der Abendkasse, bekam ein schickes gelbes Armbändchen und wurde promt am Einlass gestoppt.  Fotopass? Verdammt also nochmal zur Kasse, muss die Dame wohl vergessen haben. Aber mit nichten. Für mich war gar kein Fotopass vorgesehen, nur eine Pressekarte hätte man für mich vorgesehen. Stimmt. In der Bestätigungsmail stand nur was von Pressekarte. Da hätte ich die Worte wohl mehr auf die Goldwaage legen sollen. Ich hatte um „Akkreditierung als Fotograf“ gebeten. Da war es für mich logisch, dass die Antwort „gerne akkreditieren wir Sie, eine Pressekarte liegt bereit“ dann auch die Fotoerlaubnis mit einschließt. Was soll ich schließlich als Fotograf auf einem Konzert, wenn ich nicht fotografieren darf bzw. man mich mit Kamera noch nicht einmal reinlässt. Tja, falsch gedacht und dazu gelernt, dass ich wohl immer auf das Wort „Fotopass“ explizit bestehen sollte.

In solchen Situationen hilft nur ruhig bleiben, nett bleiben und sehen, ob man nicht doch noch (ausnahmsweise) was für mich tun kann. Konnte man auch und für die Flexibilität des Veranstalters, dann doch noch einen Fotopass herbei zu zaubern bin ich auch dankbar.

Leider hatte die Bürokratie damit aber noch kein Ende. Nach drei Songs war Schluss für die Fotografen, dass das so sein würde war mir auch schon im Vorfeld klar. Oben drauf kam am Montag die Auflage, dass die Fotografen den Rest des Konzertes nur ohne Kamera ansehen dürfen. Eine Möglichkeit die Ausrüstung wegzuschließen gab es vor Ort aber natürlich nicht. „Ins Auto damit.“ war die lapidare Antwort und der dumme Gesichtsausdruck als ich erwiderte, dass ich leider gar kein Auto besitze sprach Bände. 2:0 für das Automobil an diesem Abend. Am Ende landete meine Kamera dann in der Garderobe wofür ich mich auch nochmal anmachen lassen musste, weil die das Zeug auch nicht haben wollten. Eigentlich richtig, aber der Ton war sehr daneben. So macht die Arbeit keinen Spaß.

Dafür freut man sich wieder auf Konzerte mit kleineren Bands und kleineren Locations.