Posts Tagged "Worms"

Jazz & Joy 2010: Stefanie Heinzmann

2010-06-05-jazz-joy-festival-414

Wenn es um Publikumsbeteiligung geht, so war der Auftritt von Stefanie Heinzmann am Samstag Abend auf dem Jazz & Joy Festival sicherlich das Highlight. Der Platz der Partnerschaft war schon einige Minuten vor dem offiziellen Beginn des Konzerts gut gefüllt. Die erste Aufgabe für mich: Einen guten Platz ergattern. Möglichst in der Mitte der Bühne und in den vorderen Reihen. Die Ansage war, dass nur aus dem Zuschauerraum fotografiert werden darf. Bei soviel Betrieb wie an diesem Abend macht das die Sache richtig schwierig, denn zu der eh schon recht hohen Bühne kommt dann noch, dass man sich nicht Bewegen kann. Der sogenannte „Turnschuh-Zoom“ fällt aus und man hat mit etwas Pech immer jemanden vor sich. Logisch also, dass ich Richtung Bühnengraben schielte. Und tatsächlich tat sich da was. Die Fotografen durften für die ersten drei Songs in den Graben zwischen der Absperrung und der Bühne.

In den Bühnengraben zu gehen hat für mich immer etwas davon einen Löwenkäfig zu betreten. So ein Graben ist nicht sehr breit, hinter einem steht die feiernde, dicht gedrängte Menge und direkt vor einem geht das Spektakel auf der Bühne los. Das sorgt für ordentlich Adrenalin, das in drei Songs gut genutzt sein will.

Die Securities, die natürlich mit mir und den anderen Fotografen im Graben standen, erwiesen sich jetzt übrigens als sehr freundlich. Der mit dem ich ein paar Worte wechseln konnte meinte nur ich solle doch ruhig Blitzen, das sei doch viel besser. Das es genau das nicht ist wollte er mir irgendwie nicht glauben.

Was mir in Worms sofort auffiel war, dass auf der Innenseite der Absperrung regelrechte Trittbretter angebracht waren. Das wäre natürlich die Lösung um etwas mehr Sicht auf die hohe Bühne zu bekommen, aber bestimmt nicht erlaubt, dachte ich mir. Als dann ein Kameramann mit dicker Filmkamera oben stand ließ ich es auf einen Versuch ankommen. In solchen Momenten ist Umsicht gefragt. Eines der mir persönlich wichtigsten Prinzipien meiner Arbeit ist, die Zuschauer, die viel Geld für ihre Konzertkarten bezahlt haben nicht zu stören und trotzem an die bestmöglichen Bilder zu kommen. In diesem Fall klappte beides ganz gut und ich war auch nicht der einzige der die zusätzliche Stufe gerne nutzte.

Lichttechnisch bot der Auftritt von Stefanie Heinzmann ein nicht besonders buntes aber angenehm helles Scheinwerferfeuerwerk. So mag man es als Fotograf doch ganz gerne. Selbst die Musiker, die bei ihr ja eher im Hintergrund bleiben waren anständig beleuchtet. Ihr seht es ja selbst in der Gallerie.

Jazz & Joy 2010: 17 Hippies

2010-06-05-jazz-joy-festival-285

Wie versprochen kommt hier mein Special zum Auftritt der 17 Hippies auf dem Jazz & Joy Festival 2010. Warum ich unter anderem diesem Auftritt einen eigenen Eintrag hier auf der Seite widme? Ganz einfach: Die 17 Hippies waren für mich der Grund mich zum Jazz & Joy Festival zu begeben und als Act in den frühen Abendstunden auf der größten Bühne des Festivals wert ausführlich fotografiert zu werden.

Kurz vor 19:00 Uhr ging es, nach einer Kurzen Pause vom Festival, auf den Platz der Partnerschaft, der sich in den letzten Minuten noch sichtlich füllte. Zum ersten Mal an diesem Tag standen im Graben zwischen der Absperrung und der Bühne Securities und es kam die Ansage die Fotografen hätten erstmal auf die Pressesprecherin des Festivals zu warten. Außerdem natürlich: Nur die ersten drei Songs und kein Blitz! Das war sowieso schriftliche Ansage für alle Bands, die zusammen mit dem Fotopass per Post zugestellt wurde. Nur hatte sich bislang niemand darum gekümmert. Jetzt standen da gleich zwei Herren vom Sicherheitsdienst.

Nach anfänglicher Verwirrung die Pressesprecherin betreffend gings los. Nur drei Songs, das hieß möglichst effizient zu arbeiten und wenig Zeit verlieren. Dabei gilt es möglichst von allen Bandmitgliedern Fotos zu machen, dazu noch ein paar Gruppenfotos und nach Möglichkeit auch alle zusammen. Zumindest letzteres erwies sich als schwierig, denn die 17 Hippies füllten wirklich die ganze Bühne. Also erstmal Einzelbilder. 70-200mm sei Dank funktionierte das auch ganz gut. Einzige Schwierigkeiten: Die Bühne ist gut 2m hoch. D.h. Füße sind so gut wie nie zu sehen und die Sonne schien gerade so auf ca. ein Drittel der Bühne. Dadurch war die ideale Belichtung sehr unterschiedlich je nachdem ob ich jemanden links oder recht auf der Bühne fotografierte. Aber ich will mich nicht beschweren. Mit Überbelichtung habe ich sonst schließlich nie zu kämpfen.

2010-06-05 Jazz & Joy Festival 350a

Nach drei Songs dann die Ansage, dass Schluss sei und ich verzog mich ein paar Reihen weiter nach hinten, schließlich wollte ich noch den Rest des Konzerts genießen. Außerdem versuchte ich noch ein Foto von der gesamten Bühne zu bekommen, was normalerweise von weiter hinten akzeptiert wird. Nicht so hier. Sofort winkte der Security-Mann und gab mir zu verstehen, dass ich das nicht darf. Sogar die Fans mit ihren Kompaktkameras durften nicht mehr fotografieren.

Ganz gegen Ende des Konzerts, zur Zugabe gelangen mir dann aber doch noch ein, zwei Fotos von ganz Hinten aus dem Publikum heraus. Wie die Pressesprecherin selbst sagte: „Wenn’s keiner sieht störts auch keinen.“ Der Herr neben mit dem dem Camcorder wurde ja auch nicht behelligt.

weiterlesen

Jazz & Joy Festival in Worms

2010-06-05-jazz-joy-festival-642

Während sich die meisten Kollegen in der Eifel vergnügten habe ich am Wochenende die Festivalsaison 2010 mit dem Jazz & Joy Festival in Worms eröffnet. Leider war mir nur der Samstag vergönnt, da mehr einfach nicht in den Terminkalender passte aber auch der lohnte sich. Mit dabei: die 17 Hippies, Stefanie Heinzmann, einiges an Jazzbands und die Hoffnung auf die ein oder andere Überraschung.

Ausgestattet mit einem extrem professionellen Fotopass im Checkkartendesign gings also auf die Jagd nach den besten Bildern.

Die Besonderheiten eines Festivals sind zunächst offensichtlich. Fünf Bühnen und mehr als 15 Bands an einem Tag machen eine gute Planung erforderlich. Schließlich will man nichts verpassen und am Ende ein möglichst breites Spektrum des Festivals auf die Speicherkarte bannen. Dazu gehört auch das Drumherum, das bei Jazz & Joy leider nicht besonders spannend ausfiel.

Auf den Bühnen gabs zunächst Tageslicht. Klar. Das machte die Sache aber nicht unbedingt leichter. Die Belichtungszeiten und damit auch Bewegungsunschärfen waren nicht das Problem. Aber auch ohne buntes Licht dürfen die Fotos nicht banal und langweilig werden.

Neben den 17 Hippies die mich persönlich zum Jazz & Joy gelockt haben gabs dann aber tatsächlich noch weitere Highlights. Aus fotografischer Sicht sicherlich der Auftritt von Stefanie Heinzmann. Musikalisch Peggy Sugarhill & The Backbeat Trio, eine sehr geniale Rockabilly-Band die am späten Samstag Abend so richtig Spaß machte.

Fazit: Insgesamt gingen an einem einzigen Tag knapp 650 Fotos durch die Linse. 24 davon gibt es weiter unten in der Gallerie. Den 17 Hippies und Stefanie Heinzmann werde ich in den nächsten Tagen zwei Specials widmen. Bis dahin hier erstmal der bunte Überblick über Jazz & Joy 2010.

P.S.: Meinen Bericht aus musikalischer Sicht gibts auf regiomusik.de

weiterlesen